Schwesig: Milliarden-Investition der Schwarz Gruppe in MV

Investitionen von bis zu 5,6 Milliarden Euro für den Bau eines Rechenzentrums in Dummerstorf

Ministerpräsidentin Manuela Schwesig und Gerd Chrzanowski stellen das Projekt gemeinsam anhand eines Schaubildes vor.Details anzeigen
Ministerpräsidentin Manuela Schwesig und Gerd Chrzanowski stellen das Projekt gemeinsam anhand eines Schaubildes vor.

Ministerpräsidentin Manuela Schwesig und Gerd Chrzanowski

Ministerpräsidentin Manuela Schwesig und Gerd Chrzanowski

Minister­präsi­den­tin Manu­ela Schwe­sig und der Kom­plemen­tär der Schwarz Grup­pe Gerd Chrza­nows­ki haben heute eine Milliar­den-Inves­tition in Mecklen­burg-Vorpom­mern vorgestellt. Die Schwarz Gruppe will bis 2033 bis zu 5,6 Milliarden Euro in den Bau eines Rechen­zentrums in Dummers­torf im Landkreis Rostock investieren.

Land wird in vielfacher Weise von dieser Investition profitieren

Es gibt gute Nachrichten für Mecklen­burg-Vorpommern. Eine große Ansiedlung, Bauaufträge, Arbeits­plätze und mehr Unabhängig­keit bei der Cyber­sicherheit. Unser Land wird in vielfacher Weise von dieser Investition profitieren. Vielen Dank, dass Sie sich für Mecklen­burg-Vorpommern entschieden haben, erklärte Minister­präsidentin Manuela Schwesig auf der Pressekonferenz zur Vorstellung des Vorhabens in der Schweriner Staatskanzlei am 27. August 2026.

Digitale Souveränität entsteht nicht durch Appelle oder Reden. Sie entsteht durch Handeln, durch verlässliche Infra­struktur und durch praxis­taugliche Anwendungen. Wir warten nicht darauf, dass andere vorangehen. Wir übernehmen unternehmerische Verantwortung und investieren nachhaltig in die Zukunft des Standorts Deutschland, erklärte der Komplementär der Schwarz Gruppe Gerd Chrzanowski.

Der Bau des Rechen­zentrums bedeute zunächst Aufträge für Handwerk und Bauwirtschaft, betonte Minister­präsidentin Schwesig. Natürlich wünschen wir uns, dass ein möglichst großer Teil der Aufträge und damit der Wert­schöpfung bei uns in Mecklen­burg-Vorpommern bleibt. Durch den Betrieb des Rechen­zentrums entstehen neue Arbeits­plätze. Diese Investition stärkt die Wirtschafts­kraft bei uns in Mecklen­burg-Vorpommern.

Verfügbarkeit großer Mengen an grünem Strom wichtiger Faktor bei Ansiedlung

Ein wichtiger Faktor bei der Ansiedlung sei die Verfügbarkeit von großen Mengen an grünem Strom sowie die Nähe einer 380 kV-Leitung am Standort Dummerstorf gewesen. Das zeigt: Es ist richtig, auf die erneuerbaren Energien zu setzen. Sie sind nicht nur gut für Umwelt und Klima. Sie verschaffen uns auch einen Wettbewerbs­vorteil, wenn es um Wirtschaft und Arbeits­plätze geht, erläuterte Schwesig. Sie hoffe, dass von der Ansiedlung des Rechen­zentrums auch ein Werbe­effekt auf andere potentielle Investoren ausgehe.

Ziel der Landesregierung ist, dass wir unabhängiger von ausländischen Anbietern von Rechen­zentren und Cloud- und KI-Anwendungen werden. Wir sehen die Investitions­entscheidung der Schwarz Gruppe deshalb auch als Möglichkeit für mehr Unabhängigkeit und mehr Daten­sicherheit, sagte die Minister­präsidentin. Wir arbeiten bereits heute konkret zusammen. Es ist vereinbart, dass wir beim Digitalen Bauantrag künftig auf die Cloud-Plattform STACKIT der Schwarz Gruppe setzen. Und wir befinden uns in guten Gesprächen über einen digitalen Arbeitsplatz für schulisches Personal auf Basis von openDesk. Wir hoffen, dass wir sie auch dort bald über eine konkrete Kooperation informieren können.;

Schwesig dankte allen, die diese Investitions­entscheidung möglich gemacht haben.