Schutz und Nutzung der Moore in Mecklenburg-Vorpommern

Wiedervernässtes Moor - Polder Große Rosin, am Kummerower See Details anzeigen

Wiedervernässtes Moor - Polder Große Rosin, am Kummerower See

Wiedervernässtes Moor - Polder Große Rosin, am Kummerower See

Wiedervernässtes Moor - Polder Große Rosin, am Kummerower See

Mecklenburg-Vorpommern ist mit ca. 300.000 ha eines der moorreichsten Bundesländer. Der überwiegende Teil davon befindet sich in landwirtschaftlicher Nutzung. Insbesondere in den Jahren von 1960 bis 1990 fanden in der Mehrheit der Moore umfangreiche, tiefgreifende Entwässerungsmaßnahmen als Voraussetzung für eine intensive landwirtschaftliche Bewirtschaftung statt. Folgen der damit einhergehenden Torfmineralisierung sind in starkem Maße Höhenverluste und klimarelevante Treibhausgasemissionen.

Bereits mit den "Landschaftsökologischen Grundlagen und Zielen zum Moorschutz in Mecklenburg-Vorpommern" (1997) und dem darauf basierenden "Konzept zur Bestandssicherung und Entwicklung der Moore" (2000 – kurz: Moorschutzkonzept) hat sich die Landesregierung fach- und institutionsübergreifend mit der Situation der Moorstandorte befasst.

Seit dem 4. August 2009 gibt es die Fortschreibung des Moorschutzkonzeptes unter dem Titel "Konzept zum Schutz und zur Nutzung der Moore in Mecklenburg-Vorpommern".

Kontakt

Hausanschrift
Ministerium für Landwirtschaft und Umwelt Mecklenburg-Vorpommern
Abteilung 2 - Nachhaltige Entwicklung, Forsten und Naturschutz
Referat 230
Dreescher Markt 2
19061 Schwerin
Referatsleiter
Dr. Thorsten Permien
Telefon: 0385-588 6230
Telefax: 0385-588 6637
Kerstin Marten
Telefon: 0385-588 6637
Telefax: 0385-588 6637

Publikationen und Dokumente

Publikationen

Konzept zum Schutz und zur Nutzung der Moore

Hierbei handelt es sich um die Fortschreibung des Konzeptes zur Bestandssicherung und zur Entwicklung der Moore in Mecklenburg-Vorpommern. Ein Schwerpunkt darin ist die Betrachtung der Klimarelevanz der Moore hierzulande. Mit aktuell jährlich 6,2 Millionen Tonnen Kohlendioxidäquivalenten sind die Moore für Mecklenburg-Vorpommern die größte Emissionsquelle. Der überwiegende Anteil davon stammt aus den entwässerten Mooren.

Zudem wird eine Bilanz der in den Jahren 2000 bis 2008 umgesetzten Moorschutzmaßnahmen gezogen. Mit einem Zielhorizont bis ins Jahr 2020 werden konkrete Vorschläge u.a. in den Bereichen Wassermanagement, Arten- und Biotopschutz, Land- und Forstwirtschaft unterbreitet. Dabei geht es zum Beispiel um die Entwicklung und Etablierung alternativer, moorschonender Nutzungen, die auch bei höheren Wasserständen funktionieren und Wertschöpfung durch Biomasse u.a. für eine energetische Verwertung ermöglichen. Daneben werden insbesondere die naturnahen als auch die wiedervernässten Moore als Natur-Erlebnisraum thematisiert.

Angesichts des großen Einsparungspotentials an Kohlendioxidemissionen (im Durchschnitt 10 Tonnen Kohlendioxidäquivalente pro Hektar und Jahr) durch gezielte Wiedervernässung von Mooren wird die Entwicklung eines Moorwertpapieres in Anlehnung an die Waldaktie vorgeschlagen. Interessierten Unternehmen und Privatpersonen kann damit die Möglichkeit zur Kompensation ihrer Emissionen gegeben werden.

Stand: August 2009


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