Ministerin Drese: LAGuS ist unverzichtbarer Dienstleister für die Menschen in MV

Nr.151  | 21.07.2017  | SM  | Ministerium für Soziales, Integration und Gleichstellung

Sozialministerin Stefanie Drese hat heute in Rostock den Jahresbericht 2016 des Landesamtes für Gesundheit und Soziales (LAGuS) vorgestellt. „Diese Fachbehörde mit ihren qualifizierten und engagierten Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern ist und bleibt ein unverzichtbarer Baustein für die Versorgung der Bürgerinnen und Bürger in unserem Bundesland“, sagte Drese.

Die Ministerin machte anhand von Leistungsdaten und konkreten Beispielen aus den Abteilungen des LAGuS die Vielfalt und Komplexität der Aufgaben der Behörde deutlich. Drese: „Rund 4.500 öffentlich geförderte Projekte wurden dort im vergangenen Jahr bearbeitet mit einem Gesamtvolumen von etwa 460 Millionen Euro.“

Die Ministerin hob besonders die mittlerweile sehr gute Inanspruchnahme der Förderung der Familienerholung für einkommensschwache Familien sowie die niedrigschwelligen Angebote im Bereich des Kinder- und Opferschutzes hervor. Drese: „Die Hilfen für die Schwächsten unserer Gesellschaft und für Opfer von häuslicher, sexualisierter oder sonstiger Gewalt sind mir besonders wichtig.“

Im Bereich Soziales verwies Drese auf die steigende Zahl der schwerbehinderten Menschen in MV mit rd. 216.000 Betroffenen (13,3 % der Gesamtbevölkerung, bundesweit knapp 10%). „Hier lautet das Ziel: mehr Teilhabe“, so Drese. „Das Integrationsamt im LAGuS fördert insbesondere die Teilhabe am Arbeitsleben, z.B. durch das ‚Budget für Arbeit‘ und durch Integrationsprojekte wie die CAP-Märkte.“ Die Ministerin warb in diesem Zusammenhang bei Unternehmen, mehr Menschen mit Behinderungen und Handicaps eine Chance im Arbeitsleben zu geben. „Finanzielle Mittel für Fördermaßnahmen sind durch die Ausgleichsabgabe vorhanden, betonte Drese. 

Einige Eckdaten für das Jahr 2016:

  • Es gab z. B. etwa 49.000 Feststellungen/Bescheide zum Schwerbehindertenrecht (1.000 mehr als 2015).
  • 15.516 Anträge auf Elterngeld sind bewilligt worden (233 mehr als 2015).
  • In Mecklenburg-Vorpommern gibt es 23 (+3) Integrationsprojekte, in denen 119 (+6) Menschen einen Job haben, die aufgrund der Schwere ihrer Behinderung sonst keine Chance auf dem ersten Arbeitsmarkt hätten. Alle Integrationsprojekte werden vom LAGuS gefördert.
  • Insgesamt wurden im LAGuS 2.333 ESF-finanzierte Fördermaßnahmen mit einem Volumen von 168 Millionen Euro bewilligt, begleitet und abgerechnet (2015: 1.867 Maßnahmen mit 158 Millionen Euro). Hinzu kommen 2.116 Maßnahmen mit einem Volumen von 290 Millionen Euro aus Landesmitteln (2015: 2.262 Maßnahmen mit 281 Millionen Euro).
  • Etwa 21.500 Trink- und Badewasserproben wurden analysiert (2015: 23.000 Proben).
  • Knapp 15.000 Fälle von Infektionskrankheiten wurden im LAGuS registriert (2015: knapp 13.000).
  • Das LAGuS überwacht die Einhaltung der Hygienevorschriften in allen stationären medizinischen Einrichtungen in MV. Die Behörde ist außerdem in MV für die Apothekenaufsicht zuständig.
  • Im Bereich Arbeitsschutz gab es fast 12.000 Betriebsüberprüfungen (2015: 12.000) und ca. 2.000 Baustellenüberprüfungen (2015: 2.500).
  • Das LAGuS ist an sechs Standorten im Bundesland MV vertreten (Rostock, Schwerin, Neubrandenburg, Stralsund, Greifswald, Neustrelitz).
  • 457 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter setzen im Auftrag der Landesregierung mehr als eine halbe Milliarde Euro für soziale und gesundheitliche Belange der Menschen in MV um. Dabei spielen die Digitalisierung und der elektronische Formularservice eine immer größere Rolle.

Der Jahresbericht steht im Internet unter www.lagus.mv-regierung.de zur Verfügung.