Für ein starkes Ehrenamt: Engagementstrategie und Organisationsentwicklung unterstützen Ehrenamtliche im Land
Das Ehrenamt in Deutschland steht vor vielschichtigen Herausforderungen. So sehen sich Vereine zunehmend mit der Frage konfrontiert, wie neuer Nachwuchs gewonnen und ein Generationenwechsel gelingen kann. Aber auch veränderte gesellschaftliche Rahmenbedingungen, wie zunehmende berufliche Verpflichtungen und eine geringere zeitliche Flexibilität fordern Engagierte heraus. „Mit diesen Schwierigkeiten wollen wir die Vereine nicht allein lassen und setzen neben einer neuen Landes-Engagementstrategie auch auf spezielle Vereinsentwicklungsprogramme“, erklärte Staatssekretärin Sylvia Grimm heute bei der Abschlussveranstaltung des Qualifizierungsprogramms „Organisationsentwicklung im Verein“ in Güstrow.
„30 Vereine erhalten über das Organisationsentwicklungsprogramm der vom Land geförderten Ehrenamtsstiftung jedes Jahr externe Beratung und Begleitung durch Coaches, um ihren Verein gezielt weiterzuentwickeln“, erklärte Grimm. So umfasse das zwölfmonatige Programm etwa Schwerpunkte in den Bereichen Strategie, Netzwerke und Partner sowie Finanzen. In Güstrow erhielt der Jahrgang 2025/2026 heute im Beisein der Staatssekretärin seine Abschlussurkunden, der Folgejahrgang steht bereits in den Startlöchern und wurde feierlich begrüßt.
„Solche Angebote sind enorm wichtig, um Ehrenamtliche, die ihre Aufgaben zumeist ohne professionellen Hintergrund, sondern nur mit viel Engagement und Herzblut übernehmen, zu stärken und ihre Kompetenzen weiterzuentwickeln“, erklärte Grimm. Außerdem werden die teilnehmenden Vereine ermutigt, ihre Arbeitsweisen, Angebote und Entscheidungsstrukturen kritisch zu prüfen, zum Beispiel mit Blick auf die Gewinnung neuer Engagierter oder die Gestaltung niedrigschwelliger Zugänge.
„Dabei ist das Organisationsentwicklungsprogramm eine gute Möglichkeit, um spezifische und punktuelle Probleme anzugehen. Für den weitreichenderen Blick, aber auch um die Rahmenbedingungen für das Ehrenamt insgesamt attraktiver zu gestalten, hat das Land außerdem erstmals eine eigene Engagementstrategie mit dem Titel „Gemeinsam den Wandel gestalten“ verabschiedet“, betonte Grimm in ihrem Grußwort.
Diese habe die Zukunft des Ehrenamtes in sieben Handlungsfelder eingeteilt. Dabei geht es beispielsweise, um eine angepasste Förderpolitik, Bürokratieabbau, Unterstützung von Netzwerken und Kooperationen und Maßnahmen zur öffentlichkeitswirksamen Ansprache von Interessierten. „Auch ein digitales Engagementportal wird es erstmals geben, auf dem sich alle am Engagement Interessierten und alle suchenden Organisationen begegnen können“, erklärte die Staatssekretärin.
Grimm: „Das freiwillige Engagement ist auch in Mecklenburg-Vorpommern ein tragender Bestandteil unserer solidarischen, lebendigen und vielfältigen Gesellschaft. Es verdient deshalb unsere vollste Unterstützung und ich freue mich sehr, dass wir mit gezielten Angeboten und unserer neuen Strategie unsere Ehrenamtlerinnen und Ehrenamtler künftig noch besser unterstützen können“.



