Drese würdigt Arbeit des öffentlichen Gesundheitsdienstes und zieht Bilanz zu Modernisierungsprogramm
Anlässlich des morgigen bundesweiten Tages der Gesundheitsämter hat Gesundheitsministerin Stefanie Drese heute in Schwerin die Bedeutung des öffentlichen Gesundheitsdienstes (ÖGD) für den Bevölkerungsschutz hervorgehoben. „Ob im Infektionsschutz, in der Prävention, bei Schuleingangsuntersuchungen oder mit Angeboten in der Gesundheitsberatung: Der ÖGD hat sich den Aufgaben verschrieben, die die Gesundheit der gesamten Bevölkerung in den Blick nehmen“, hob Drese hervor.
Dieses umfassende Aufgabengebiet ist in diesem Jahr auch der Impulsgeber für das Motto des Aktionstages, das „Vielfalt für die Gesundheit“ lautet. „Viele der Tätigkeiten unserer Gesundheitsämter laufen für die Bürgerinnen und Bürger eher im Verborgenen ab. Das kann die Trinkwasserüberprüfung sein, die Überwachung der Krankenhaus-, Umwelt- und Infektionshygiene oder die Gesundheitsberichterstattung. Dabei bieten unsere acht Gesundheitsämter mit ihren jeweils bis zu vier Außenstellen sowie unser Landesamt für Gesundheit und Soziales (LAGuS) auch handfeste Hilfe und Unterstützung im Alltag“, erklärte die Ministerin.
Neben Beratungsangeboten zur Familienplanung, zu sexuell übertragbaren Krankheiten oder zur Zahngesundheit gebe es etwa die zahnärztlichen Gruppenprophylaxe, wie sie zum Beispiel in Kitas durchgeführt wird, sowie verschiedene Impfangebote. „Insgesamt 20.875 Impfungen, etwa gegen die Grippe, HPV oder Herpes Zoster wurden allein im vergangenen Jahr über die Gesundheitsämter verabreicht. Das sind rund 33 Prozent mehr, als noch 2023“, verdeutlichte Drese.
„Das zeigt aus meiner Sicht sehr eindrucksvoll, was unsere Gesundheitsämter leisten, unterstreicht aber auch, dass die Rolle des ÖGDs als dritte Säule des Gesundheitswesens weiter an Bedeutung zunimmt – auch fernab von Krisen wie Corona- und EHEC-Ausbrüchen“, so die Ministerin weiter. Mit einem mehrjährigem Modernisierungsprogramm habe das Land deshalb seit Oktober 2022 insbesondere die Digitalisierung im ÖGD vorangetrieben. Das Projekt wurde im Rahmen des bundesweiten Paktes für den Öffentlichen Gesundheitsdienst realisiert und durch Mittel der Europäischen Union in Höhe von insgesamt 6,39 Millionen Euro unterstützt.
„Eine Investition, die unseren Öffentlichen Gesundheitsdienst nachhaltig besser aufstellt“, zeigte sich Drese sicher. So seien unter anderem Investitionen in Hard- und Software getätigt und die Weichen für eine Anbindung der Gesundheitsämter sowie des LAGuS an die Telematikinfrastruktur gestellt worden. „Auf diesem Wege kann künftig eine sichere und direkte Kommunikation untereinander, aber auch zu Praxen und Krankenhäusern gewährleistet werden“, begrüßte die Ministerin. Erprobt wurde dieser Austausch etwa bei den Meldungen der kindlichen U-Untersuchungen.
„Damit nicht nur die Technik auf dem neusten Stand der Zeit ist, haben wir zudem in Personalfortbildung investiert, die Landarztquote auf den ÖGD ausgeweitet und erstmals sogar eine eigene Digitalisierungsstrategie erarbeitet, damit wir nach dem Ende dieses Modernisierungsprogrammes nicht stehen bleiben, sondern auch den Weg in die Zukunft schon einleiten“, bilanzierte Drese und dankte allen, die an diesem Prozess mitgewirkt haben.
Wer die Gesundheitsämter in MV nun besser kennenlernen möchte, hat morgen bereits die Chance dazu. In Hagenow, Bergen auf Rügen und in Wismar öffnen die Gesundheitsämter zum Aktionstag ihre Türen und bieten ein spannendes Programm für Jung und Alt. Weitere Informationen finden Interessierte auf den Seiten der jeweiligen Landkreise.



