Drese ruft Krankenkassen und Taxi-Verband zu weiteren Verhandlungen auf
Gesundheitsministerin Stefanie Drese ruft die Landesverbände der Kranken- und Ersatzkassen und den Landesverband für das Taxi- und Mietwagengewerbe dazu auf, die Vergütungsverhandlungen zur Finanzierung von Krankenfahrten wieder aufzunehmen.
„Viele Menschen bei uns im Land, darunter chronisch Kranke und stark Bewegungseingeschränkte, sind auf verlässliche Krankentransporte zur Arztpraxis oder das Krankenhaus angewiesen. Sie dürfen nicht die Leidtragenden des sich nunmehr über mehrere Monate hinziehenden Streits sein“, sagte Drese am Mittwoch.
„Ich appelliere deshalb an die Kompromissbereitschaft und das Verantwortungsbewusstsein beider Seiten“, so Drese.
Der Taxi- und Mietwagenverband hat nach Ansicht von Drese heute in Schwerin eindrucksvoll bewiesen, wie wichtig ihnen eine faire und angepasste Vergütung ist. Gleichzeitig vernehme ich von den Krankenkassen in unserem Land die Bereitschaft, trotz ihrer schwierigen finanziellen Situation, das bisherige Angebot nachzubessern.
„Ich glaube, wenn das Verständnis für die jeweils andere Position da ist, ergibt sich eine gute Ausgangsposition, um an den Verhandlungstisch zurückzukehren und doch noch zu einer Lösung im Konflikt zu kommen. Was in Brandenburg gelungen ist, sollte doch auch in MV zu schaffen sein“, betonte Drese.
Die Ministerin verdeutlichte, dass die Politik bei den konkreten Vergütungsverhandlungen zwischen Kassen und Taxi-Verband wenig Einflussmöglichkeiten hat. „Ich sage aber gleichzeitig ganz deutlich, die Politik ist jetzt gefordert, so schnell wie möglich die Ausgabendynamik in der Gesetzlichen Krankenversicherung zu stoppen und Maßnahmen zur Stabilisierung der Beiträge und Sicherung des hohen Qualitäts- und Leistungsniveaus zu treffen. Mit den am Montag vorgestellten Maßnahmenvorschlägen der Finanzkommission Gesundheit ist hierfür ein erster wichtiger Schritt gemacht.“



