30 Jahre Luftrettungsstation Neustrelitz: Christoph 48 sorgte in mehr als 32.000 Fällen für schnelle Hilfe im Notfall
Im Jahr 1996 verlegte die Landesregierung den Standort für den Bundeswehr-Rettungshubschrauber SAR 93, der seit 1990 von Schwerin aus startete, in den damaligen Landkreis Mecklenburg-Strelitz nach Neustrelitz. Unter dem Namen Christoph 48 hat er dort seine neue Heimat gefunden und wird seither alarmiert, wann immer es in einem Umkreis von 70km im südöstlichen Landesteil oder bis hin nach Brandenburg zu Notfällen kommt.
Gesundheitsministerin Stefanie Drese hat das Jubiläum heute zum Anlass genommen, um diesen Einsatz für die medizinische Notfallversorgung der Menschen in Mecklenburg-Vorpommern zu würdigen. „Seit drei Jahrzehnten steht die Luftrettungsstation Neustrelitz für schnelle, hochprofessionelle Hilfe in medizinischen Notfällen. Wenn es auf jede Minute ankommt, braucht die Crew bis zum Aufbruch meist nur zwei Minuten. Volle Straßen oder lange Wege spielen dann keine Rolle, unsere Rettungshubschrauber sind deshalb gerade für die ländlichen Regionen eine wichtige Ergänzung des bodengebundenen Rettungsdienstes“, erklärte Drese.
Mehr als 32.000 Mal konnten sich Patientinnen und Patienten so in den vergangenen 30 Jahren auf schnelle Rettung aus der Luft durch Christoph 48 verlassen. Allein 1.099 Einsätze waren es im vergangenen Jahr. „Hinter jedem dieser Einsätze steht dabei ein schwer verletzter oder erkrankter Mensch, der von den Notärztinnen und Notärzten, den Pilotinnen und Piloten und den weiteren Mitarbeitenden der Luftrettungsstation umsichtig versorgt. In kürzester Zeit treffen sie lebenswichtige Entscheidungen und geben den Verletzten Sicherheit und Hoffnung. Dafür danke ich ihnen von Herzen“, betonte Drese.
Mit Blick auf die Zukunft verwies die Ministerin auf die Weiterentwicklung des Rettungsdienstes im Land. „Es ist abzusehen, dass der Fachkräftemangel auch vor der Luftrettung nicht Halt macht. Gerade in den ländlichen Gebieten wird es zunehmend schwerer, Fachkräfte zu finden. In Mecklenburg-Vorpommern bauen wir deshalb die Telemedizin weiter aus. Über digitale Videoschalten können Notärztinnen und Notärzte so zum Beispiel Rettungsteams aus der Ferne unterstützen und Medikationen freigeben. Damit sind wir bundesweit Vorreiter und zeigen, wie wir auch in Zukunft die Bodenrettung optimal ergänzen können.“



