Ein Strand für alle: Sozialministerin Drese besucht barrierefreie Strandangebote in Warnemünde

Nr.182  | 04.08.2026  | SM  | Ministerium für Soziales, Gesundheit und Sport

Sozialministerin Stefanie Drese hat sich heute am Strand von Rostock-Warnemünde über neue barrierefreie Angebote am Strandaufgang 4 informiert. Im Mittelpunkt ihres Besuchs standen eigens ausgestattete Strandkörbe sowie das mobile Schienensystem „Seatrac“, das auch Menschen mit Mobilitätseinschränkungen einen selbstständigen Zugang zum Wasser und damit ein sicheres Badeerlebnis ermöglicht.

„Urlaub, Erholung und ein Tag an der Ostsee gehören für viele von uns ganz selbstverständlich zum Sommer dazu. Für Menschen mit Beeinträchtigungen sieht die Realität jedoch häufig anders aus, denn für sie gestaltet sich der Zugang zum Meer deutlich schwieriger“, erklärte die Ministerin. Strandkörbe etwa seien selten groß genug, um Platz für Rollstuhl oder Rollator zu bieten und auch der Weg durch den weichen Sand könne zu einem unüberwindbaren Hindernis werden.

„Das hat auch die Nurse Club Stiftung erkannt und es sich über rund zehn Jahre hinweg zur Aufgabe gemacht, einen Strand für alle zu schaffen. Was einst eine Idee von besonders engagierten Pflegekräften aus der Region war, hat mit viel Engagement dazu geführt, dass es seit Mai dieses Jahres erstmals barrierefreie Strandkörbe in einem eigenen barrierefreien Bereich am Warnemünder Strand gibt. Und dass samt Hilfsmitteln, wie einem Rollstuhl und Rollator mit speziellen Luftreifen, die sich mühelos durch den Sand bewegen lassen“, freute sich die Sozialministerin.

Wer den Weg auf oder in das Wasser sucht, kann ein sogar besonderes Stand-Up-Paddle-Board nutzen, dass Platz für bis zu drei Rollstühle bietet. Ein neues mobiles Schienensystem sorgt mithilfe eines elektrisch betriebenen Sitzes in einem ersten Modellversuch außerdem dafür, dass Menschen mit eingeschränkter Mobilität selbstständig und sicher zwischen Wasser und Strand wechseln können.

„Das eröffnet neue Möglichkeiten für selbstbestimmte Freizeitgestaltung und macht den Strand für viele Menschen erst wirklich erlebbar. Wie viel Lebensqualität das zurückgibt, wurde im Gespräch mit Betroffenen heute mehr als deutlich“, hob die Ministerin hervor und danke den Mitgliedern der Nurse Club Stiftung sowie allen Unterstützern für diese Idee und die Umsetzung.

„Ihr Einsatz bedeutet für die Betroffenen und ihre Familien, dass gemeinsame Strandtage kein Mammutprojekt mehr sind und dass das Sonne genießen und Sandburgen-Bauen für alle Teil des Sommers sein kann. Rostock-Warnemünde geht hier als Vorbild voran und ich hoffe, dass dieses Engagement künftig auch in weiteren Orten in MV zum Nachahmen einlädt.“