Hesse: Arbeit 4.0 trägt auch zur Vereinbarkeit bei

Nr.017  | 18.02.2016  | SM  | Ministerium for Arbeit, Gleichstellung und Soziales

Arbeitsministerin Birgit Hesse hat am Donnerstag auf die Bedeutung schneller Internetverbindungen für Mecklenburg-Vorpommern hingewiesen. Sie begrüßte den durch das Energieministerium angekündigten Breitbandausbau. Bei einer Tagung zum Thema „Arbeit 4.0“ in Schwerin sagte die Ministerin, die Digitalisierung der Arbeitswelt setze die entsprechende Infrastruktur voraus. „Digitalisierte Prozesse gewinnen an fast jedem Arbeitsplatz immer größeres Gewicht. Projekte wie der Ausbau von Heim – oder Telearbeit sind ohne schnelle Netzverbindungen kaum zu realisieren“, so Hesse.

Die Ministerin machte deutlich, dass die Vereinbarkeit von Berufs- und Privatleben künftig eine immer größere Rolle spielen werde. „Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer mit kleinen Kinder oder pflegebedürftigen Angehörigen sind unter Umständen darauf angewiesen, einen Teil ihrer Arbeit auch von zuhause aus erledigen zu können. Unternehmen, die Fachkräfte halten oder gewinnen wollen, sind gut beraten, dieses Bedürfnis ihrer Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter zu beachten. Wer das ignoriert, wird ein Personalproblem bekommen.“

Der Arbeitsprozess ist nach Aussage der Ministerin dadurch einem enormen Wandel unterworfen. Digitalisierung ist notwendig, um im Wettbewerb zu bestehen. „Gerade in einem Flächenland wie Mecklenburg-Vorpommern sind die Möglichkeiten der Mobilisierung von Arbeit eine Riesenchance. Weite Wege sind für viele ein großes Hemmnis: sei es bei der Vereinbarkeit oder beim Schritt in die Erwerbstätigkeit“, sagte Hesse. „Arbeit kann auch zu den Menschen kommen.“

Mit Blick auf den Wettbewerb um Arbeitskräfte und erst recht um qualifiziertes Fachpersonal, gelte es zum einen menschliche Potenziale, die in den Regionen schlummern, zu wecken und zum anderen, attraktive Arbeitsbedingen zu bieten, zu denen ortsungebundenes Arbeiten gehöre.