Hunde zum Schutz des Wildes nicht unbeaufsichtigt lassen
Mit Blick auf die Urlaubssaison im wildreichen Mecklenburg-Vorpommern weist der Staatssekretär im Ministerium für Landwirtschaft, Umwelt und Verbraucherschutz Dr. Peter Sanftleben Urlauber und Einheimische darauf hin, dass bei Spaziergängen im Wald Hunde grundsätzlich angeleint geführt werden müssen. Die Neigung einiger Hundebesitzer, ihre Hunde unangeleint laufen zu lassen, um dem Bewegungsdrang der Vierbeiner nachzukommen, birgt erhebliches Störpotential und Gefahren für die Wildtiere. Einen Hund außerhalb des Waldes frei laufen zu lassen bedarf der Genehmigung des zuständigen Jagdausübungsberechtigten. Hintergrund dafür sind die Pflichten der Jäger im Rahmen des Jagdschutzes. Danach hat dieser das Wild vor Gefahren zu schützen, so zum Beispiel auch vor wildernden Hunden. Hierbei ist die Unterstützung durch die Hundehalter unabdingbar.
„Der Schutz des Wildes vor wildernden Hunden ist zentraler Inhalt des Jagdschutzes. Allerdings ist auch festzuhalten, dass nicht jeder frei laufende Hund auch ein wildernder Hund ist“, betont Dr. Peter Sanftleben. In diesem Zusammenhang verweist der Staatssekretär auf die hohe Verantwortung der Jagdausübungsberechtigten bei der Wahrnehmung ihres gesetzlichen Auftrags. Die Einschätzung, ob ein Hund tatsächlich wildert, unterliegt strengen Kriterien. Bei frei laufenden Hunden, die sich offenkundig außerhalb der Einflussmöglichkeiten ihrer Hundeführer bewegen, sollte zweifelsfrei geklärt werden, ob diese tatsächlich wildernd angetroffen werden.
In jedem Falle sollten die Hundebesitzer durch die Jäger in einem sachlichen und gut gemeinten Gespräch über die Rechtslage aufgeklärt und ihnen die Folgen ihres Handelns vor Augen geführt werden. Wenn alle aufklärenden Gespräche keine Wirkung zeigen und der Hund immer wieder wildernd angetroffen wird, dann sollte der Besitzer des Hundes wegen Verstoßes gegen das Waldgesetz angezeigt werden. „Nur im Sinne einer Ultima Ratio ist die gesetzlich geregelte Möglichkeit eines Abschusses des Hundes für mich als letztes Mittel unverzichtbar“, unterstrich der Staatssekretär abschließend.