Mecklenburg-Vorpommern richtet Wissenschaftsbrücke für ukrainische Studierende und Wissenschaftler ein

Nr.25/22  | 03.03.2022  | WKM  | Ministerium für Wissenschaft, Kultur, Bundes- und Europaangelegenheiten

Gemeinsam mit den Universitäten und Hochschulen wird das Land Mecklenburg-Vorpommern eine Wissenschaftsbrücke für Wissenschaftlerinnen, Wissenschaftler und Studierende aus der Ukraine einrichten. Sie soll schnelle und unbürokratische Hilfe ermöglichen und knüpft an das bereits angelaufene große Hilfsengagement der Hochschulen in Mecklenburg-Vorpommern an.

Die Wissenschaftsbrücke MV wird zunächst mit 50.000 Euro ausgestattet. Gefördert werden Maßnahmen der akademischen Integration. So ist zum Beispiel die psychologische Unterstützung ukrainischer Studierender mit Angehörigen im Kriegsgebiet denkbar, der Ausbau von Sprach- und Integrationskursen oder die Unterstützung/Betreuung ukrainischer Studieninteressenten durch Lotsen.

„Wir helfen dabei, die Wissenschaftsbrücke zu bauen. Kontakte, Logistik und auch finanzielle Hilfe sind dafür nötig“, sagte Wissenschaftsministerin Bettina Martin am Donnerstag. „Den Studierenden und Forschenden aus der Ukraine, die bei uns Schutz suchen, zu helfen, ist das Gebot der Stunde. Freie Wissenschaft und freie Lehre sind ein Bauteil eines freien und friedlichen Europas. Diese Freiheit wird im Moment angegriffen. Wir stehen für unsere Werte ein und helfen den Menschen auf konkrete Art und Weise“, so die Ministerin.

Das Ministerium für Wissenschaft, Kultur, Bundes- und Europaangelegenheiten steht in enger Absprache mit den staatlichen Hochschulen im Land, um konkrete Schritte umzusetzen.

„Die Hochschulen Mecklenburg-Vorpommerns stehen für die wissenschaftliche Wahrheitssuche von Lehrenden und Lernenden im friedlichen und freiheitlichen demokratieunterstützenden Miteinander und Diskurs und die Vermittlung wissenschaftlicher Erkenntnisse in die Gesellschaft, Kultur und Wirtschaft“, sagte der Sprecher der Hochschulrektoren in Mecklenburg-Vorpommern, Prof. Dr. Wolfgang Schareck. „Zu den Werten von Diversität und Toleranz gehört dabei die Intensivierung des internationalen Austausches und der Zusammenarbeit.

Umso mehr verurteilen die Hochschulen den kriegerischen Überfall Russlands auf die Ukraine, den Beginn eines Krieges mitten in Europa und solidarisieren sich mit den Menschen in der Ukraine, denen wir im Rahmen unserer Möglichkeiten nach Kräften helfen möchten, insbesondere auch in der Aufnahme und Betreuung von Flüchtenden in den Hochschulstandorten.

Wir begrüßen ausdrücklich den engmaschigen Austausch mit dem Ministerium für Wissenschaft, Kultur, Bundes- und Europaangelegenheiten in Schwerin und bedanken uns für die konkreten Unterstützungen im Sinne einer deutsch-ukrainischen Brücke.“