LRS und Dyskalkulie: Informationsflyer für Eltern
Oldenburg: Kein Kind soll allein gelassen werden, wenn es Unterstützung braucht
Viele Kinder und Jugendliche stehen im Schulalltag vor besonderen Problemen beim Lesen, Schreiben oder Rechnen. Um Eltern und Erziehungsberechtigte noch gezielter zu unterstützen, hat das Bildungsministerium zwei Informationsflyer zu Legasthenie/LRS und Dyskalkulie aufgelegt.
„Wenn Kinder trotz großer Anstrengungen kaum Lernfortschritte machen, sind Eltern oft verunsichert. Mit unserem Informationsmaterial wollen wir aufklären, Informationen bereitstellen und zeigen, dass es viele Wege der Unterstützung gibt“, sagte Bildungsministerin Simone Oldenburg und ergänzte: „Kein Kind soll allein gelassen werden, wenn es beim Lesen, Schreiben oder Rechnen auf besondere Herausforderungen trifft.“
Die kompakten Flyer erläutern leicht und verständlich, wie sich entsprechende Schwierigkeiten zeigen können, welche Fördermöglichkeiten bestehen und welche Schritte Familien und Schulen gemeinsam gehen können. Ziel ist es, Unsicherheiten abzubauen – sowohl beim Erkennen eines besonderen Lernbedarfs als auch beim Ableiten geeigneter Unterstützungsmaßnahmen.
„Wir wollen den Zugang zu verlässlichen Informationen erleichtern und die Zusammenarbeit zwischen Schulen und Eltern stärken. Denn frühe Unterstützung ist entscheidend, um Lernfrustration zu vermeiden“, sagte Simone Oldenburg. Mit dem Angebot erhalten Schülerinnen und Schüler die Möglichkeit, ihre Fähigkeiten bestmöglich zu entwickeln.
Legasthenie/Lese-Rechtschreib-Schwäche (LRS) und Dyskalkulie gehören zu den spezifischen Lernstörungen, die unabhängig von allgemeiner Begabung auftreten können. Sie äußern sich durch anhaltende Schwierigkeiten beim Erwerb grundlegender Kompetenzen im Lesen, Schreiben oder Rechnen. Bei LRS betrifft dies vor allem den Aufbau der Laut-Buchstaben-Zuordnung, das flüssige Lesen sowie die sichere Rechtschreibung. Kinder mit Dyskalkulie haben hingegen deutliche Schwierigkeiten beim Verständnis von Mengen und Zahlen, beim Erfassen mathematischer Zusammenhänge und beim Entwickeln grundlegender Rechenstrategien. Eine frühzeitige Unterstützung trägt wesentlich dazu bei, Lernwege positiv zu gestalten und negative Folgen für den weiteren Bildungsweg zu vermeiden.
Damit Schülerinnen und Schüler von den Lehrkräften in Mecklenburg-Vorpommern bestmöglich betreut und gefördert werden können, bietet das Land umfassende Fortbildungsmöglichkeiten an. Zwei Blended-Learning-Fortbildungsreihen zu den Themen LRS und Dyskalkulie sind darauf ausgerichtet, die individuellen Lernbedürfnisse der Schülerinnen und Schüler zu unterstützen und Lehrkräfte in ihrer professionellen Entwicklung zu fördern. Blended-Learning-Angebote verzahnen Präsenz- und Online-Angebote. Der Einstieg in die Kurse ist jederzeit möglich. Darüber hinaus bietet das Institut für Qualitätsentwicklung (IQ M-V) des Bildungsministeriums Fortbildungen zu den Themen LRS und Dyskalkulie an. Außerdem haben Lehrkräfte die Möglichkeit am Online-Kurs „LRS erkennen und fächerübergreifend differenzieren“ über die Online-Plattform „fobizz“ teilzunehmen.
Die Flyer zur Legasthenie/Lese-Rechtschreib-Schwäche und zur Dyskalkulie stehen auf dem Bildungsserver MV zum Download bereit.