Schwesig: „Zum ersten Mal ist ein deutsches Land offizieller Partner“
Manuela Schwesig hat bei der Eröffnung der Grünen Woche in Berlin die internationalen und nationalen Gäste als Ministerpräsidentin des diesjährigen Partnerlandes begrüßt: „Seit 25 Jahren ist Mecklenburg-Vorpommern mit einer eigenen Länderhalle bei der Grünen Woche vertreten. Wir lieben die Grüne Woche! Und wir sind sehr stolz darauf, uns in diesem Jahr bei der Grünen Woche als Partnerland besonders präsentieren zu können. Zum ersten Mal ist ein deutsches Land offizieller Partner.“ Sie bedanke sich bei den Veranstaltern der Grünen Woche, für diese Ehre und die gute Zusammenarbeit und gratuliere zum 100-jährigen Jubiläum.
Sie warb zudem für einen Besuch in der Länderhalle Mecklenburg-Vorpommerns: „Wir präsentieren Ihnen ein Land, in dem die Landwirtschaft eine besonders große Rolle spielt. Wir nutzen unsere natürlichen Gegebenheiten, unsere Böden, unsere Gewässer, unsere Wälder. Die Ergebnisse zeigen und servieren wir Ihnen gern: von Grundnahrungsmitteln bis Feinkost.“
In Gesprächen höre sie aber auch von den Sorgen der Menschen auf dem Land. Schwesig sagte: „Viele Menschen auf dem Land haben den Eindruck, abgehängt zu sein. Nicht gehört zu werden, weil die Entscheidungen in den großen Städten fallen.“ Daher zeigte sie sich froh über die Wiedereinführung des Agrardiesels, für die sich die Landesregierung stark gemacht hatte und mit der die Bundesregierung einen Schritt auf die Bäuerinnen und Bauern zugehe. Mit Blick auf den Bund sagte sie: „Lassen Sie uns die Zusammenarbeit fortsetzen. Gute Lösungen für die Landwirtschaft finden wir nur gemeinsam und gemeinsam mit den Betroffenen.“
In Richtung der Agrarpolitik der Europäischen Union zeigte sie sich besorgt über die Pläne der EU nach 2027. Sie betonte: „Die vorgeschlagenen Kürzungen würden allein bei uns im Land etwa 2.400 Betriebe betreffen. Dafür müssen wir uns auf EU-Ebene gemeinsam stark machen: der Bund, die Länder, die Verbände der Landwirtschaft.“