Schwesig: EU darf sich nicht aus dem ländlichen Raum zurückziehen
Der Auftakt der Grünen Woche 2026 war für Mecklenburg-Vorpommern ein voller Erfolg. Das sagte Ministerpräsidentin Manuela Schwesig zum Abschluss ihres Besuches der Leitmesse für Ernährung, Landwirtschaft und Gartenbau. „Die große MV-Familie präsentiert sich wunderbar und überzeugt mit tollem Handwerk, frischen Ideen und großer Herzlichkeit. Davon konnte ich mir beim Eröffnungsempfang und auf meinen Rundgängen selbst ein Bild machen.“
Schwesig sagte weiter: „MV präsentiert sich seit 25 Jahren auf der Grünen Woche. Deshalb ist die Partnerschaft in diesem Jahr zum 100. Geburtstag der Grünen Woche etwas Besonderes. Wir präsentieren uns auf der Grünen Woche mit unserer starken Land- und Ernährungswirtschaft, mit Forst, Fischerei und Gartenbau und auch als Tourismusland. Das ist beste Werbung für Mecklenburg-Vorpommern. Ich habe viele Unternehmerinnen und Unternehmer und ihre Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter getroffen, die mit Überzeugung für die eigenen Produkte und unser Land werben.“ Auch über die Sorgen und Nöte der Branche sei gesprochen worden.
Während ihres Besuches tauschte sich Ministerpräsidentin Manuela Schwesig mit Bundesumweltminister Carsten Schneider, Landwirtschaftsminister Dr. Till Backhaus und dem Präsidenten des Bauernverbandes Mecklenburg-Vorpommern Karsten Trunk über die Zukunft der Landwirtschaft aus. Die Ministerpräsidentin sagte im Anschluss: „Die EU darf sich nicht aus den ländlichen Räumen zurückziehen, da bin ich mit dem Präsidenten unseres Bauernverbandes einer Meinung. Wir müssen uns gemeinsam dafür einsetzen, dass die EU-Agrarförderung nicht gekürzt wird. Die landwirtschaftlichen Betriebe in Ostdeutschland dürfen nicht benachteiligt werden.“
Die Agrarförderung müsse so gestaltet werden, dass jeder Hektar gleich viel wert ist. „Meine Erwartung an den Bundeskanzler ist, dass er sich für die ländlichen Räume stark macht und dazu klare Worte findet, Das habe ich auch bei einem Zusammentreffen mit Bundeslandwirtschaftsminister Alois Rainer deutlich gemacht.“
Der ländliche Raum sei Lebensraum für viele Menschen. Diese hätten Respekt und Wertschätzung für ihre Arbeit verdient. „Die großen Proteste vor zwei Jahren haben gezeigt, dass Landwirtinnen und Landwirte gesehen und ernst genommen werden wollen, auf Augenhöhe und als Partner. Wir wollen weiter gute regionale Produkte aus Deutschland. Wir wollen eine starke Landwirtschaft, die Partnerin beim Klima- und Tierschutz und der Energiewende ist. Dazu braucht es Anreize, Angebote und Unterstützung“, sagte Schwesig.