Zusätzliche Landesmittel für Ferienfreizeiten, Kinder- und Jugendbeteiligung und demokratische Jugendarbeit
Sozialministerin Stefanie Drese hat beim Jugendpolitischen Jahresauftakt des Landesjugendrings M-V am Freitagabend in Schwerin hervorgehoben, dass im neuen Doppelhaushalt des Landes zusätzliche Mittel für Kinder- und Jugendfreizeiten, die demokratische Jugendarbeit sowie für den Ausbau der Kinder- und Jugendbeteiligung zur Verfügung gestellt werden.
So sei es trotz der schwierigen Haushaltslage gelungen, die Förderung für Ferienfreizeiten um 100.000 Euro jährlich zu erhöhen. „Damit entlasten wir sozial benachteiligte Familien von den Kosten für Ferienfreizeiten und tragen dazu bei, dass mehr jungen Menschen diese tollen Angebote nutzen können“, betonte Drese.
Die Ministerin dankte hierbei den Jugendverbänden im Land und den dort, meist ehrenamtlich tätigen Jugendleiterinnen und -leitern, die mit ihrem Engagement maßgeblich dazu beitragen, jungen Menschen Erholung und Entspannung sowie Selbstverwirklichung und Selbstfindung zu ermöglichen. „Sie stärken damit soziale Beziehungen untereinander und unterstützen dabei, soziale Benachteiligungen auszugleichen“, so Drese.
Die Ministerin teilte darüber hinaus mit, dass rund 450.000 Euro jeweils in den Jahren 2026 und 2027 zusätzlich zur Förderung und Stärkung der demokratischen Jugendarbeit in Mecklenburg-Vorpommern zur Verfügung gestellt werden. Damit sollen beispielsweise Projekte durchgeführt werden, um junge Menschen in ihrer Entwicklung als Teil einer demokratischen Gesellschaft zu unterstützen und zu stärken.
„Auch mit der Einrichtung der Geschäftsstelle zur Stärkung der Kinder- und Jugendbeteiligung können wir Kinder und Jugendliche noch besser bei Planungen und Vorhaben, die sie betreffen, unterstützen“, führte Drese aus.
Drese verdeutlichte in ihrem Grußwort, dass Jugendarbeit in Mecklenburg-Vorpommern als großes Flächenland, mit überwiegend ländlichen Regionen, langen Wegen und vielen kleinen Orten, ganz eigene Rahmenbedingungen habe. Vor allem die Jugendverbandsarbeit habe eine generelle Bedeutung für die Beratung, Begleitung und Unterstützung von jungen Menschen in ihren ganz individuellen Lebenswelten und Lebenssituationen. Durch die Tätigkeit der Jugendverbände würden die Interessen von jungen Menschen übergreifend vertreten und ihre Identitätsbildung gefördert.
„Außerschulische Bildungsangebote vermitteln jungen Menschen individuelle und soziale Kompetenzen. Dies ist umso wichtiger in Regionen, in den Angebote für junge Menschen rar sind“, so Drese. Nicht zu vergessen seien die Jugendclubs und -treffs in ländlichen Regionen, deren Erhalt vielerorts einzelnen Engagierten zu verdanken ist und die oft der einzige Treffpunkt für junge Menschen sind.