Ergebnisse der Wertholz-Submission 2026 des Landes MV
- Eiche erneut dominierende Baumart
- Anbieterseite ist mit dem Ergebnis sehr zufrieden
Am 29.01.26 fand in der Zentrale der Landesforstanstalt in Malchin der mittlerweile 35. Wertholztermin des Landes Mecklenburg-Vorpommern statt. Nach 28 Jahren als Versteigerung wird der Meistgebotstermin seit dem Jahr 2020 als Submission ausgerichtet.
Das diesjährige Angebot umfasste insgesamt 590 fm (Vorjahr: 593 fm) Laubwertholz von 9 verschiedenen Baumarten und setzte sich aus 234 Einzellose und 1 Sammellos zusammen. Neben der Landesforstanstalt M-V als Hauptanbieter (434 fm) beteiligten sich auch sieben kommunale und private Waldbesitzende mit 155 Festmeter (Anteil an der Angebotsmenge: 26 %; Vorjahr: 17 %) an diesem Termin. Sie nutzten die Möglichkeit, auch kleinere Mengen an hochwertigen Hölzern zu vermarkten.
Die Eiche war mit 484 fm erneut die dominierende Baumart der Submission, sie nahm 82 % der Angebotsmenge ein. Aber auch Ahorn, Erle und Esche waren mit teils nennenswerten Mengen vertreten.
Auf die Angebotsmenge sind Gebote von insgesamt 16 Bietenden (Vorjahr: 15) eingegangen. Alle beteiligten Unternehmen der Furnier- und Sägeindustrie sowie des Holzhandels aus dem gesamten Bundesgebiet sowie dem Ausland (Dänemark, Polen, Niederlande) erhielten Zuschläge. 98 % der Angebotsmenge konnte verkauft werden, lediglich 10 Festmeter (vier Lose Vogelkirsche, ein Los Rotbuche sowie 2 Lose Bergahorn) erhielten keinen Zuschlag.
Die nachfolgenden Auswertungen beziehen sich auf die Verkäufe aller beteiligten Anbieter:
Mit einem Durchschnittspreis über alle Baumarten von 932 €/fm (Vorjahr 807 €/fm) konnte der diesjährige Wertholztermin das Ergebnis des vergangenen Jahres um rd. 15 % übersteigen. Die beteiligten Waldbesitzenden erzielten einen Erlös von insgesamt ca. 540.000 Euro (Vorjahr: 462.000 Euro).
Die Stieleiche erzielte mit 1.068 €/fm (Vorjahr: 982 €/fm) einen sehr hohen Durchschnittserlös, was die dauerhaft stabile Struktur am Eichenmarkt bestätigt. Einzellose besserer Qualität erhielten mehrfach Zuschläge über 1.500 €/fm, zwei Lose sogar über 3.000 €/fm. Den höchsten Einzelpreis erzielte in diesem Jahr eine Stieleiche eines privaten Waldbesitzers mit 3.489 €/fm.
Auch die angebotene Traubeneiche erzielte erneut ansprechende Preise. Der Spitzenstamm mit 2.017 €/fm (Vorjahr: 1.460 €/fm) wurde in diesem Jahr erneut vom Forstamt Rothemühl (Landkreis Vorpommern-Greifswald) angeboten.
Die Roteiche erzielte mit durchschnittlich 362 €/fm ein sehr gutes Ergebnis. Den Höchstpreis von 415 €/fm erzielte eine Roteiche aus dem Forstamt Neustrelitz.
Der Bergahorn konnte die Erwartungen der Anbieter im Wesentlichen erfüllen. Wie bei der Kirsche wurde auch beim Ahorn wieder qualitätsorientiert geboten. Den höchsten Preis erzielte ein Bergahorn eines privaten Anbieters mit 455 €/fm.
Trotz der zuletzt verhaltenen Marktlage bei Vogelkirsche wurden auch bei diesem Termin Mengen dieser Baumart angeboten. Allerdings zeigte sich erneut, dass die Qualität entscheidend ist. Der Spitzenpreis dieser Baumart lag in diesem Jahr bei 649 €/fm. Das Einzellos kam aus dem Forstamt Dargun.
Das Ergebnis der Esche entsprach im Wesentlichen der Erwartungshaltung der Anbieterseite. Mit 333 €/fm konnte der vorjährige Durchschnittspreis deutlich übertroffen werden (Vorjahr: 222 €/fm). Den höchsten Zuschlag erhielt eine Esche aus dem Forstamt Grevesmühlen mit 677 €/fm.
Mit dem Ergebnis der Erle konnte die Anbieterseite ebenfalls zufrieden sein. Der Durchschnittspreis stieg im Vergleich zum Vorjahr auf 192 €/fm (Vorjahr: 154 €/fm). In diesem Jahr erhielten alle Erlen einen Zuschlag. Der Spitzenpreis lag bei 272 €/fm (Anbieter: Forstamt Friedrichsmoor.)
Mit Rot- und Hainbuche wurden weitere Laubhölzer angeboten, die je nach Qualität und Verwendungsmöglichkeit unterschiedliche Ergebnisse erzielten. Aufgrund der teilweise geringen Angebotsmengen sind Rückschlüsse auf die jeweilige Marktsituation jedoch nur sehr eingeschränkt möglich.
Die Verkäuferseite ist mit dem Ergebnis der diesjährigen Submission insgesamt zufrieden und bedankt sich bei den Bietenden für das Interesse und die abgegebenen Gebote. Die Ergebnisse zeigen, dass sich trotz angespannter wirtschaftlicher Lage erstklassige Qualität weiterhin gut verkaufen lässt. Die Landesforstanstalt M-V als Ausrichter würde es zudem begrüßen, wenn sich künftig noch mehr Waldeigentümer und Waldeigentümerinnen des Landes an dem jährlichen Wertholztermin beteiligen.