Drese: Neue Engagementstrategie soll Ehrenamtliche im Land bestmöglich unterstützen

Nr.022  | 30.01.2026  | SM  | Ministerium für Soziales, Gesundheit und Sport

Sozialministerin Stefanie Drese hat im Landtag am Donnerstagabend über die Landes-Engagementstrategie informiert, die erstmals durch die Landesregierung als Ergebnis eines breiten Beteiligungsprozesses mit vielen Akteuren der Zivilgesellschaft erarbeitet wurde.

„Rund ein Drittel der Menschen in Mecklenburg-Vorpommern ab 14 Jahren ist ehrenamtlich aktiv – das freiwillige Engagement hat sich in den letzten Jahrzehnten in unserem Land vielseitig entwickelt“ betonte Drese. Ob im Sport, in sozialen Einrichtungen, in der Nachbarschaftshilfe oder in Blaulichtorganisationen: Ehrenamtliches Engagement präge den Alltag und sorge für gesellschaftlichen Zusammenhalt, so die Ministerin.

Gleichzeitig würden sich freiwilliges Engagement und Ehrenamt verändern: Menschen engagieren sich heute vielfältiger, flexibler und digitaler. Viele Vereine stehen vor strukturellen Herausforderungen – die aktiven Mitglieder werden deutlich älter, Vorstandspositionen benötigen eine Nachfolge, manche Engagierte sind lediglich kurzfristig oder für einzelne Themengebiete oder Veranstaltungen aktiv dabei, so Drese.

„Ehrenamtliches Engagement wird auf politischer Ebene mit vielen Einzelmaßnahmen befördert. Wir wollen aber besser werden. Dabei geht es um eine abgestimmte strategische Planung und gute Rahmenbedingungen, um Menschen den Zugang zu erleichtern, bestehende Initiativen zu stärken und das Miteinander nicht nur in den Ballungsräumen sondern auch auf dem Land zu steigern“, sagte Drese im Landtag.

Jede und jeder sollte die Möglichkeit bekommen, sich einzubringen – unabhängig von Alter, Herkunft oder Lebenssituation, so die Ministerin. „Menschen engagieren sich dann, wenn sie sich angesprochen und gebraucht fühlen. Dabei geht es auch um den Abbau bürokratischer Hürden wie komplizierte Anträge, lange Genehmigungswege oder unklare Zuständigkeiten“, verdeutlichte Drese.

Gleichzeitig brauchen Engagierte nach Angabe von Drese Begleitung, Beratung, Qualifizierung und eine gute Infrastruktur vor Ort. Drese: „Sie geht in sieben Handlungsfeldern auf die Herausforderungen und Chancen des Engagements im Land ein. Diese beschäftigen sich zum Beispiel mit einer öffentlichkeitswirksamen Ansprache von Interessierten und einer professionellen Begleitung der Engagierten, einer angepassten Förderpolitik, dem Bürokratieabbau, der Unterstützung von Netzwerken und Kooperationen sowie der Erreichbarkeit des Engagements – digital und vor Ort.“

Ein besonderes Augenmerk liege zudem auf der Stärkung zivilgesellschaftlicher Organisationen selbst. Sie sollen ermutigt werden, ihre Strukturen, Kommunikationswege und Beteiligungsformen regelmäßig zu reflektieren, um neue Engagierte leichter zu gewinnen und schon Aktive besser zu halten, so Drese.

Die Ministerin hob hervor, dass ein zentraler Wunsch der Zivilgesellschaft im Rahmen der Erarbeitung der Strategie die Schaffung eines landesweiten Engagementportals gewesen sei. Mit der Umsetzung im Rahmen der Mitwirkung an einem bundesweiten Engagementportal solle zügig begonnen werden. „Auf dem Onlineportal können sich alle begegnen – die am Engagement Interessierten ebenso wie die Organisationen, die neue Mitstreiterinnen und Mitstreiter suchen“, betonte Drese. 

Die Landes-Engamentstrategie ist hier abrufbar und dieser Pressemitteilung beigefügt.