Besser streiten! – Neue Publikation der Landeszentrale für politische Bildung

Handreichung zur demokratischen Konfliktbearbeitung

Nr.013/26  | 04.02.2026  | WKM  | Ministerium für Wissenschaft, Kultur, Bundes- und Europaangelegenheiten

Windkraftanlagen, Unterbringung von Geflüchteten oder der Bau einer Umgehungsstraße – die Themen, die vor Ort zu Streit, Polarisierung und Konflikten führen können, sind vielfältig.

 

Die neue Broschüre „Besser streiten: Umgang mit kommunalen Konflikten – Erfahrungen aus Mecklenburg-Vorpommern“ diskutiert anhand praktischer Beispiele, wie eine demokratische Konfliktaustragung gelingen kann. Denn Streit ist ein wesentlicher Bestandteil der Demokratie. Voraussetzung ist jedoch, dass er auf der Grundlage gemeinsam geteilter Regeln ausgetragen wird.
Gemeinsame Herausgeber der Broschüre sind der Städte- und Gemeindetag Mecklenburg-Vorpommern und die Landeszentrale für politische Bildung MV (LpB).

 

Die Ministerin für Wissenschaft, Kultur, Bundes- und Europaangelegenheiten Mecklenburg-Vorpommern, Bettina Martin, dazu:
„Eine gute und respektvolle Streitkultur gehört zu den Grundbausteinen unserer Demokratie. Von den Gemeindevertretungen bis in den Bundestag basiert unser Gemeinwesen darauf, dass wir uns aufrichtig und in der Sache auseinandersetzen. Die Regeln für diesen produktiven Streit zu kennen, ist heute sehr wichtig. Denn leider unterlaufen zunehmend antidemokratische Kräfte diese Grundlagen bewusst und bauen ihre Argumente auf Falschdarstellungen und Emotionalisierung auf. Je mehr Menschen diese Taktiken durchschauen desto weniger können diese ihre negative gesellschaftliche Wirkung entfalten.“

 

Thomas Beyer, Vorsitzender des Städte- und Gemeindetages Mecklenburg-Vorpommern und Bürgermeister der Hansestadt Wismar ergänzt:
„Unsere Städte und Gemeinden leben vom Engagement der Menschen vor Ort. Damit dieses Engagement nicht durch eine vergiftete Debattenkultur ausgebremst wird, braucht es Sicherheit im Umgang mit schwierigen Gesprächssituationen. Die neue Handreichung bündelt wertvolle Erfahrungen aus der Praxis und zeigt auf, wie demokratische Konfliktbearbeitung gelingen kann. Gemeinsam mit der Landeszentrale für politische Bildung möchten wir den Rücken all jener stärken, die sich täglich für das Gemeinwohl in Mecklenburg-Vorpommern einsetzen.“

 

Vorgestellt werden in der Publikation neben dem Beratungsansatz der Regionalzentren für demokratische Kultur, die ein wesentlicher Baustein des Landesprogramms „Demokratie und Toleranz gemeinsam stärken!“ sind, Projekte, die in jüngster Zeit in Mecklenburg-Vorpommern umgesetzt wurden. Dazu gehören die Angebote der kommunalen Konfliktberatung von Pro Peace, das Projekt „Zivilgesellschaft stärken und schützen“ der Aktion Zivilcourage, das kommunale Konfliktmanagement der Stiftung SPI und das Projekt „Kommunale Allianzen und Strategien gegen Rassismus und Hass“ der IMAP GmbH.

 

Die intensiven und langfristigen Beratungsprozesse stellten eine hilfreiche Ergänzung der bestehenden Unterstützungsangebote in Mecklenburg-Vorpommern dar. Die Erfahrungen, die in unterschiedlichen Kommunen und Regionen gesammelt wurden, werden hier in kompakter Form präsentiert. Profitieren sollen von dieser Handreichung insbesondere ehrenamtlich und hauptamtlich Aktive in den Kommunen.

 

 

Die Publikation wurde gefördert aus Mitteln des Bundesprogramms „Demokratie leben!“ des Bundesministeriums für Bildung, Familie, Senioren, Frauen und Jugend und kofinanziert von der Europäischen Union.

 

Die Broschüre kann über die Landeszentrale für politische Bildung Mecklenburg-Vorpommern bestellt werden und steht auf der Website auch als kostenloses PDF zur Verfügung:

 

Besser streiten: Umgang mit kommunalen Konflikten – Erfahrungen

aus Mecklenburg-Vorpommern

https://www.lpb-mv.de/nc/publikationen/detail/besser-streiten-umgang-mit-kommunalen-konflikten-erfahrungen-aus-mecklenburg-vorpommern/

 

Herausgegeben von der Landeszentrale für politische Bildung Mecklenburg-Vorpommern und dem Städte- und Gemeindetag Mecklenburg-Vorpommern

Schwerin 2025