MV-Filmförderung wirkt
Berlinale-Eröffnungsfilm 2026 mit MV-Förderung / „No Good Men“ bringt Mecklenburg-Vorpommern ins internationale Rampenlicht / 30 Prozent mehr Drehtage
Der Film „No Good Men“ eröffnet heute (12. Februar) die Berlinale 2026. Die Produktion wurde unter anderem durch die MV Filmförderung unterstützt und ist teilweise in MV gedreht worden. Damit steht Mecklenburg-Vorpommern im Rampenlicht eines der wichtigsten Filmfestivals der Welt.
Kulturministerin Bettina Martin: „Dass ein Film mit Förderung aus Mecklenburg-Vorpommern die Berlinale eröffnet, ist ein herausragender Erfolg für unsere Filmförderung im Land. Das ist internationale Sichtbarkeit für unseren Kultur- und Kreativstandort – und ein Beleg dafür, dass unsere Förderpolitik greift.“
Der Berlinale-Eröffnungsfilm ist Teil einer insgesamt dynamischen Entwicklung: Zahlreiche Produktionen sind im vergangenen Jahr ganz oder teilweise in Mecklenburg-Vorpommern entstanden - und dies trotz einer aktuell schwierigen Lage für den Produktionsstandort Deutschland insgesamt.
30 Prozent mehr Drehtage – strategische Förderung zahlt sich aus
Die Zahlen sprechen eine klare Sprache: 344 Drehtage im Jahr 2024 in MV stehen 447 Drehtagen im Jahr 2025 gegenüber – ein Anstieg um knapp 30 Prozent.
An Mecklenburg-Vorpommern schätzen Filmproduktionen neben der einzigartigen Kulisse zwischen Ostsee und Seenplatte vor allem professionelle Strukturen, engagierte Teams und starke regionale Partner.
„Diese Entwicklung ist kein Zufall“, betont Ministerin Martin: „Sie ist das Ergebnis einer strategisch ausgerichteten Filmförderung und verlässlicher Rahmenbedingungen. . Mecklenburg-Vorpommern wird als Filmstandort zunehmend bewusst gewählt. Wir setzen unsere Mittel gezielt ein. Auch mit vergleichsweise schlankem Budget erzielen wir eine hohe kulturelle und wirtschaftliche Wirkung. Jeder zusätzliche Drehtag stärkt Wertschöpfung, Beschäftigung und kreative Kompetenz im Land.“
Die kürzlichen Erfolge auf Festivals und bei Preisverleihungen unterstreichen die Qualität der geförderten Produktionen: Der von Benjamin Kramme inszenierte Film „Ich sterbe. Kommst du?“ wurde beim Filmfestival Max Ophüls Preis 2025 mit dem Publikumspreis sowie dem Preis für den gesellschaftlich relevanten Film ausgezeichnet.
„Akiko, der fliegende Affe“ von Veit Helmer gewann die LOLA als Bester Kinderfilm und erhielt zudem den „Audience Award“ (Kategorie Family) beim Mill Valley Film Festival 2025 in Kalifornien.
„Mels Block“ (Regie: Mark Sternkiker) wurde mit einer Nominierung für den Deutschen Schauspielpreis gewürdigt. „Im Osten was Neues“ (Regie: Loraine Blumenthal) wurde beim Taunus Filmfest Oberursel als „Best Integration Film“ ausgezeichnet.
Am Sonntag (15. Februar) richtet sich der Blick zudem auf „Rote Sterne überm Feld“: Der Film ist für den Preis der Deutschen Filmkritik in den Kategorien Bestes Spielfilmdebüt, Beste Darstellerin, Bestes Drehbuch, Bestes Kostümbild und Bestes Szenenbild nominiert.
MV bundesweit im Kino
Auch unter den anstehenden Kinostarts für dieses Jahr sind weitere Filme, die zum Teil in Mecklenburg-Vorpommern gedreht wurden und/oder Ko-Produzenten aus MV haben: Bereits seit 29. Januar läuft „Woodwalkers 2“ (Verleih: StudioCanal) und seit 5. Februar „Der Schimmelreiter“ (Arsenal Filmverleih) in den Kinos.
Weitere Filme, die in diesem Jahr veröffentlicht werden, unterstreichen die große Bandbreite der Produktionslandschaft. Unter ihnen die Filme „Krux“, „Der Spaziergang nach Syrakus“, „Der beste Vater der Welt“, „Summer Blues“ und „Die Matriarchin“.
Auch im Dokumentarfilmbereich ist Mecklenburg-Vorpommern stark vertreten mit „Vater und Sohn und der Preis des Widerstands“, „Eisfrauen“, „Der Kommunist“, „White Night“ und „Dudendorf“.
Filmförderung als Zukunftsinvestition
Ministerin Martin ordnet die Entwicklung klar kulturpolitisch ein:
„Filmförderung ist für uns eine Investition in kulturelle Identität, wirtschaftliche Entwicklung und kreative Wertschöpfung. Wir wollen Mecklenburg-Vorpommern dauerhaft als leistungsfähigen Filmstandort etablieren – mit starken Stoffen, engagierten Partnern und nachhaltigen Strukturen. Mit einem Berlinale-Eröffnungsfilm, deutlich steigenden Drehtagen, renommierten Auszeichnungen und zahlreichen Nominierungen setzt Mecklenburg-Vorpommern seinen Kurs fort – selbstbewusst, strategisch und mit wachsender Strahlkraft im bundesweiten Standortwettbewerb.“
Insgesamt stehen für die Filmförderung MV 2026 fast 4,2 Millionen Euro zur Verfügung. Darin enthalten sind Kooperationen mit dem NDR, der sich mit 150.000 Euro im Jahr beteiligt und die Jahresförderung durch das ZDF mit 200.000 Euro. Hinzu kommt das ZDF-Kooperationsprogramm „Fifty-Fifty“ zur Nachwuchsförderung mit bis zu 300.000 Euro.