Landesregierung hat seit 2016 rund 880 Millionen Euro für Schulbau bereitgestellt
Seit 2016 hat das Land Mecklenburg-Vorpommern massiv in den Schulbau investiert. Insgesamt wurden landesweit rund 550 Schulbauvorhaben bei Gesamtinvestitionen von rund 1,4 Milliarden Euro mit einem Fördervolumen von etwa 880 Millionen Euro in Förderprogramme des Landes aufgenommen oder Fördermittel in Aussicht gestellt. Rund 540 Millionen Euro davon sind bereits ausgezahlt worden. „Gute Schulen sind die Grundlage für gute Bildung – und gute Bildung ist die Grundlage für die Zukunft unseres Landes. Gute Lernbedingungen sind die Grundlage für Bildungsgerechtigkeit, Fachkräftesicherung und gesellschaftlichen Zusammenhalt. Mecklenburg-Vorpommern steht vor großen Herausforderungen – vom demografischen Wandel bis zur digitalen Transformation. Umso wichtiger ist es, dass unsere Schulen baulich modern, energetisch sinnvoll saniert und technisch zeitgemäß ausgestattet sind. Deshalb hat der Schulbau für die Landesregierung seit Jahren höchste Priorität“, betont MV-Bauminister Christian Pegel.
Breites Förderspektrum – gezielte Investitionen
Allein im Zuständigkeitsbereich des Ministeriums für Inneres und Bau MV wurden im Zeitraum 2016 bis 2025 rund 300 Schulbauvorhaben mit einem Fördervolumen von etwa 715 Millionen Euro begleitet oder bewilligt. Damit deckt das Bauministerium rund 81 Prozent des gesamten Fördervolumens der Schulbauförderung des Landes ab.
Ein besonderer Schwerpunkt lag auf dem 2017 gestarteten „Sonderprogramm für den Schulbau“ mit einem Gesamtvolumen von 100 Millionen Euro. Finanziert wurden 26 Vorhaben – darunter auch Schulbauprojekte an überregionalen Förderzentren – über das Bundesprogramm Kommunalinvestitionsförderung (KInvF) Teil II Schulbau sowie den Strategiefonds des Landes. Ziel war insbesondere der barrierefreie Umbau und die Stärkung inklusiver Schulstandorte.
„Wir investieren gezielt dort, wo Schulen modernisiert, erweitert oder neu gebaut werden müssen – und zwar so, dass sie den Anforderungen von Inklusion, Barrierefreiheit und zeitgemäßer Pädagogik gerecht werden“, so Christian Pegel weiter.
Programme zeigen Wirkung
Zu den wichtigsten Programmen der vergangenen Jahre zählen unter anderem:
- Im Rahmen der Kommunalinvestitionsförderung Teil 1 Städtebau (2018–2024) konnten zwölf große Schulbauvorhaben und eine Machbarkeitsstudie mit einem Fördervolumen von rund 45,7 Millionen Euro umgesetzt werden. Ein Beispiel ist das Schulzentrum in Sundhagen. Dort wurde im September 2021 der Neubau einer Grund- und Regionalen Schule mit einer Zweifeld-Sporthalle und Außenanlagen fertiggestellt.
- Im Rahmen der Kommunalinvestitionsförderung Teil 2 Schulbau (2019–2026) wurden 13 große Schulbauvorhaben mit einem Fördervolumen von rund 75,2 Millionen Euro unterstützt, von denen neun fertiggestellt wurden. Mit diesem Programm konnte beispielsweise der Ersatzbau der Europaschule – Regionalschule mit Grundschulteil – in Hagenow realisiert werden, der im September 2024 fertiggestellt wurde. Bis zum Ende des Jahres 2026 werden voraussichtlich weitere vier Vorhaben fertiggestellt.
- Im Strategiefonds Schulbau M-V (2020–2025) konnten 13 Schulbauvorhaben mit einem Fördervolumen von rund 23,7 Millionen Euro vollständig umgesetzt werden, darunter der Schulcampus Käthe-Kollwitz in Anklam. Die Sanierung des denkmalgeschützten Bestandsgebäudes wurde im September 2025 abgeschlossen.
- Das landeseigene Schulbauprogramm (hervorgegangen aus dem M-V-Schutzfonds zur Finanzierung von Maßnahmen zur Bewältigung der Corona-Pandemie und ihrer Folgen., 2020–2026) unterstützte 73 Vorhaben – davon 38 kleinere und 35 größere Schulbauvorhaben – zur Verbesserung der räumlichen Kapazitäten und der Hygienestandards mit einem Gesamtvolumen von rund 73 Millionen Euro. Dabei wurden elf Schulbauvorhaben freier Träger aufgenommen. Bis zum Ende des Jahres 2025 wurden 65 Schulbauvorhaben fertiggestellt. Bis zum Jahresende 2026 werden voraussichtlich weitere acht im Bau befindliche Vorhaben fertiggestellt. Teil dieses Programms war z. B. der Neubau der Mosaik-Schule als Teil der Entwicklung des Schulcampus in Grevesmühlen. Die Schule mit dem Förderschwerpunkt „Geistige Entwicklung“ wurde im September 2025 fertiggestellt.
Ergänzend wurden Schulbauprojekte unter anderem über EFRE, ELER, die Bund-Länder-Städtebauförderung sowie verschiedene Investitionspakte unterstützt.
Schulbau bleibt Daueraufgabe
Der Schulbau bleibt weiterhin ein zentrales Handlungsfeld der Landesregierung. Im Rahmen des Konjunkturprogramms Schulbau 2024–2027 nach § 10a FAG M-V wurden zusätzlich 200 Millionen Euro bereitgestellt.
Ab 2026 stehen weiterhin Mittel der Bund-Länder-Städtebauförderung zur Verfügung. Im Rahmen des EFRE-Programms M-V 2021-2027 wurden im Bereich nachhaltige Stadtentwicklung und Verbesserung der Energieeffizienz für Vorhaben der Bildungsinfrastruktur rund 16,5 Millionen Euro bewilligt und rund 18,6 Millionen Euro in Aussicht gestellt.
Ab 2026 bis 2037 werden darüber hinaus 600 Millionen Euro mit dem „MV-Plan 2035“ für Vorhaben der Bildungsinfrastruktur im Rahmen des neuen Sondervermögens Infrastruktur des Bundes durch das Land über die Landkreise bereitgestellt. Der Start wird voraussichtlich im zweiten Quartal 2026 erfolgen.
„Mit gezielten Investitionen schaffen wir nicht nur sichere und attraktive Lernorte für Schülerinnen und Schüler, sondern unterstützen auch Lehrkräfte in ihrer wichtigen Arbeit. Gleichzeitig stärken wir die Kommunen, entlasten sie langfristig und setzen wichtige Impulse für regionale Wertschöpfung. Schulbau ist damit weit mehr als eine Pflichtaufgabe – er ist ein zentraler Baustein für die Zukunftsfähigkeit Mecklenburg-Vorpommerns. Wir werden diesen Kurs konsequent fortsetzen“, sagt Bauminister Christian Pegel abschließend.