„ELAINE“ holt weitere 12 Millionen Euro nach Rostock
Martin gibt Startschuss für dritte Phase des medizintechnischen Forschungsprojekts
Wissenschaftsministerin Bettina Martin hat am Mittwoch (4.3.2026) die dritte Förderperiode des Sonderforschungsbereich (SFB) 1270 „ELektrisch Aktive ImplaNtatE – „ELAINE“ an der Universität Rostock und Universitätsmedizin Rostock eröffnet. In Rostock gab sie heute gemeinsam mit Vertreterinnen und Vertretern der Universität und Universitätsmedizin Rostock, des Sonderforschungsbereichs sowie von Start Ups und Unternehmen aus der Region den offiziellen Startschuss für weitere 3,5 Jahre Forschungsarbeit ELAINE. In ihrer Rede hob sie die große Innovationskraft von ELAINE für den Bereich der Medizintechnik hervor: „ELAINE hat erhebliches Potenzial, völlig neue Therapien zu erforschen und sie perspektivisch auch in die Anwendung am Patienten zu bringen. ELAINE ist ein gutes Beispiel dafür, wie Investitionen in die Forschung dem Wohl der Menschen dienen und gleichzeitig auch positive Effekte für die regionale Wirtschaft haben kann.
Die Forschung des interdisziplinären Sonderforschungsbereichs ELAINE konzentriert sich auf neuartige, elektrisch aktive Implantate für die Regeneration von Knochen und Knorpeln. Außerdem wird die elektronische so genannte Tiefenhirnstimulation erforscht, u.a. um Bewegungsstörungen bei Parkinson-Erkrankungen besser behandeln zu können
Mit der dritten Förderperiode fließen nun weitere 12 Millionen Euro der Deutschen Forschungsgesellschaft (DFG) in das Projekt. Über die gesamte Laufzeit, die 2017 begann, fließen damit insgesamt 37 Millionen Euro an DFG-Fördermitteln, davon 34,5 Mio. Euro direkt an die beteiligten Einrichtungen in Mecklenburg-Vorpommern. Rund 80 Forscherinnen und Forscher aus den verschiedenen Disziplinen von Medizin, Biologie über Elektrotechnik und Ingenieurswissenschaften arbeiten im Projekt ELAINE.
„ELAINE ist das Leuchtturm-Projekt der sich rasant entwickelnden Medizintechnik an der Universität und Universitätsmedizin Rostock“, sagte Wissenschaftsministerin Bettina Martin. „Schon die so genannte Kroemer Kommission hat in ihrem Gutachten 2020 den Forschungsschwerpunkt der „Health Tech Medicine“ am Wissenschaftsstandort Rostock hervorgehoben. Seitdem hat sich der Standort hervorragend weiterentwickelt. Die enge Verzahnung auch mit der Wirtschaft und der außeruniversitären Forschung und der interdisziplinäre Ansatz ist höchst vielversprechend. Das Land wird diese exzellente Entwicklung weiter unterstützen.“
Sonderforschungsbereiche gelten als Vorstufe von Exzellenzclustern und sind national nach den Exzellenzclustern die wissenschaftlich prestigeträchtigste Projekteinwerbung. Eine Bewilligung setzt eine umfangreiche wissenschaftliche Begutachtung durch die DFG in einem bundesweiten Wettbewerb voraus.