„Neues für Altes“ - neue Ideen zum Thema Denkmalschutz
Ausstellung im Schleswig-Holstein-Haus zeigt Arbeiten von Studie-renden der Hochschule Wismar
Studierende der Hochschule Wismar zeigen seit heute (17.03.2026) im Schleswig-Holstein-Haus in Schwerin ihre Ideen und Entwürfe zum Thema „Imagekampagne Denkmalschutz“. Die Ausstellung „Neues für Altes“ ist ein Gemeinschaftsprojekt der Hochschule mit dem Ministerium für Wissenschaft, Kultur, Bundes- und Europaangelegenheiten und dem Landesamt für Kultur und Denkmalpflege Mecklenburg-Vorpommern (LAKD).
„Denkmalschutz auch für junge Menschen zu einem spannenden Thema zu machen und ihr Interesse dafür zu gewinnen, ist den Studierenden der Hochschule Wismar mit ihren Arbeiten sehr gut gelungen“, sagte Kulturministerin Bettina Martin zur Eröffnung der Ausstellung. „Die Exponate zeigen neue Ansätze, die Denkmalschutz greifbar machen und auch zeigen, wie lebendig, jung und modern Denkmalschutz sein kann.“
Zwölf Studierende aus den Fachsemestern 4 bis 12 in den Studiengängen „Kommunikationsdesign und Medien“ und „Architektur“ haben in rund einjähriger Arbeit unter der Leitung von Prof. Björn Kernspeckt und in enger Zusammenarbeit mit dem Ministerium und dem LAKD an dem Projekt gearbeitet.
In der jetzt eröffneten Ausstellung sind folgende Beiträge zu sehen:
- Alexander Gebhardt: „Elixir Aeon“
- Philine Kutschke & Josepha Lou Schweig: „MV’s Next TopDenk mal“ & „Denkmal-Marathon“
- Aimée Laatz: „MonuFriends“ & „Statues against Harrassment“
- Jessica Maier: „Living Monuments“
- Lea Sophie Möller: „Denkmal-Memes“
- Christina Ruf: „Taubengang“ & „HistoPet“
- Jorge Schatz: „Heute Quatsch, morgen Denkmal?“
- Julia Schütt: „MonuMate“ & „Striking out Statues“ & „Das Denkmal-Denkmal“
- Celina Tolle: „Denkmalloses MV“ & „Die genervten Denkmale“
- Jessica Weiß: „#NONument“ und „Diagnose Denkheimer“
„Wenn junge Menschen Kommunikation für vermeintlich alten Denkmalschutz entwickeln, entsteht etwas Neues – ungewohnt, vielleicht sogar irritierend.“, sagt Professor Björn Kernspeckt von der Fakultät Gestaltung, der das Projekt betreute. „Aber genau das braucht es: Wer junge Menschen erreichen will, muss ihre Sprache sprechen. Es war mir eine Freude, den Prozess begleiten zu dürfen.“
Jorge Schatz, Studierender im Fach Kommunikationsdesign und Medien, hat seine Motivation für das Projekt so zusammengefasst: „Denkmalschutz ist ein Thema, bei dem die meisten erstmal abwinken. Genau das war für mich der Reiz – herauszufinden, ob man Menschen für etwas begeistern kann, das sie eigentlich nicht interessiert. Das war der spannende Aspekt an der Arbeit.“
„Besonders interessant war es, neue Zugänge für junge Menschen zu entwickeln und gleichzeitig die Bedeutung des Denkmalschutzes hervorzuheben“, so Jessica Weiß, die ebenfalls Kommunikationsdesign und Medien in Wismar studiert.
Die Wanderausstellung ist im Schleswig-Holstein-Haus in Schwerin noch bis einschließlich Mittwoch, 8. April zu sehen.
Weitere Stationen sind die Landesbibliothek „Günther Uecker“ im Juni 2026 und die Hochschule Wismar im Juli 2026.
Die Ausstellung kann beim LAKD MV ausgeliehen werden.
Kontakt zunächst über die Öffentlichkeitsarbeit des Ministeriums: rita.gerlach-march@wkm.mv-regierung.de