Land unterstützt Schülerinnen und Schüler
Oldenburg: Kinder und Jugendliche im Schulalltag unterstützen
Laut Veröffentlichung des Deutschen Schulbarometers der Robert Bosch Stiftung zeigen 25 Prozent der Kinder und Jugendlichen psychische Auffälligkeiten. Bildungsministerin Simone Oldenburg verweist in diesem Zusammenhang auf die in Mecklenburg-Vorpommern bereits umgesetzten Unterstützungsangebote: „Auch in unserem Bundesland beobachten wir vermehrt psychosomatische Symptome, Depressionen, Stress, Angst- und Erschöpfungszustände bei Schülerinnen und Schülern. Daher haben wir ein Unterstützungssystem etabliert, um Kinder und Jugendliche in psychischen Notlagen zu helfen und zu begleiten. Der Zentrale Fachbereich für Diagnostik und Schulpsychologie (ZDS) berät Schülerinnen und Schüler, Lehrkräfte sowie Erziehungsberechtigte. Unter dem Leitgedanken ‚Zuhören – Beraten – Vermitteln‘ hat das Land die schulpsychologischen Angebote konzeptionell neu aufgestellt und mit zusätzlichen Stellen gestärkt.“
In jedem Staatlichen Schulamt gibt es ein mobiles Team mit je zwei Psychologinnen und Psychologen, das bei der Bewältigung von Krisen vor Ort einbezogen wird. Auf regionaler Ebene wurde das bestehende System durch 15 zusätzliche Schulpsychologinnen und Schulpsychologen ergänzt, die direkt an ausgewählten Schulen tätig sind. Dies betrifft vor allem Schulen mit Familienklassenzimmern oder Schulwerkstätten sowie Schulen mit dem Förderschwerpunkt emotionale und soziale Entwicklung. „Durch das zusätzliche schulpsychologische Personal können wir Schülerinnen und Schüler dieser Schulen besser unterstützen“, so die Ministerin. Für die beruflichen Schulen wurde das Beratungsangebot durch zusätzliche Schulpsychologinnen und Schulpsychologen, die auf diesen Schulbereich spezialisiert sind, erweitert.
Überregional steht die Leitstelle des ZDS für Ratsuchende oder direkt und indirekt Betroffene zur Verfügung. Sie nimmt Anfragen von Schulen oder Erziehungsberechtigten sofort auf, stellt eine psychologische Erstversorgung sicher und vermittelt weiterführende Hilfen. Über dieses Angebot konnte bereits vielen Ratsuchenden geholfen werden. Allein im Schuljahr 2024/2025 gingen über 600 Anrufe in der Leitstelle des ZDS ein, jeweils etwa zur Hälfte durch Schulen und Erziehungsberechtigte. Für Schulleitungen und Lehrkräfte bietet der Bereich Organisationspsychologie des ZDS Coachings und Beratungen an, die bei der Bewältigung psychischer Belastungen helfen.
Zudem hat das Land eine Aufklärungskampagne zu den Themen psychische Belastungen und sexualisierte Gewalt bei Kindern und Jugendlichen gestartet. Dazu sind drei Broschüren erschienen, die Schülerinnen und Schüler informieren und Unterstützungsangebote aufzeigen.
- Die Broschüre „Weitersagen ist kein Petzen!“ richtet sich an die Zielgruppe der Jahrgangsstufen 3 und 4 und vermittelt insbesondere die Kernbotschaft: „Manchmal darf man ein Geheimnis verraten und es ist trotzdem Freundschaft.“
- Die Broschüre „Hilfe holen ist Freundschaft!“ richtet sich an die Zielgruppe ab Jahrgangsstufe 5 und vermittelt: „Vertrauensvoll Sorgen teilen!“.
- Die Broschüre „Wie geht´s mir eigentlich? Psychische Gesundheit ist wichtig!“ sensibilisiert für psychische Belastungen, Depressionen und lebensmüde Gedanken (ab Jahrgangsstufe 5).
Alle Broschüren sind auf dem Bildungsserver Mecklenburg-Vorpommern veröffentlicht:
https://www.bildung-mv.de/schule/zentraler-fachbereich-diagnostik-schulpsychologie-zds/.