Programm zur Resilienzförderung von Schülerinnen und Schülern
Bildungsministerium arbeitet gemeinsam mit dem Landesschülerrat an der Umsetzung seiner Forderung
Die Forderung des Landesschülerrates nach einem landesweiten Programm zur Förderung der mentalen Gesundheit von Schülerinnen und Schülern ist berechtigt. Bildungsministerin Simone Oldenburg dazu: „Daher haben wir umgehend nach dem Bildungsprotest im vergangenen Jahr gemeinsam mit dem Landesschülerrat damit begonnen, ein Programm zur Resilienzförderung zu erarbeiten.“
Das Thema Resilienzförderung ist kein neues Anliegen. Seit Jahren bietet das Institut für Qualitätsentwicklung systematische Lehrkräftefortbildungen an, die Fachwissen, praktische Übungen und Haltungsarbeit in den Schulalltag integrieren. Zahlreiche, vom Ministerium geförderte Programme unterstützen die Schülerinnen und Schüler aller Jahrgangsstufen und Schulformen direkt in ihrer psychischen Widerstandskraft. Dazu zählen unter anderem die Programme „Eigenständig werden“ und „Mind Matters“.
Resilienzthemen sind als Querschnittsthemen in Rahmenpläne integriert, insbesondere zur Förderung von Selbstwirksamkeit, sozial-emotionalen Kompetenzen und 21st Century Skills.
Seit Herbst 2025 erarbeitet das Bildungsministerium zusammen mit dem Landesschülerrat eine Strategie, um die psychische Gesundheit von Schülerinnen und Schülern vom Beginn der Schulzeit bis zum Schulabschluss zu fördern. Seit dem 11. November 2026 gab es mehrere gemeinsame Beratungen zur Umsetzung des Programms zur Resilienzförderung. In diesem werden alle bereits bestehenden Programme und Unterstützungsangebote gebündelt und zusammengeführt.
Am 14. Januar 2027 fand das erste Treffen der neu gegründeten Arbeitsgruppe Resilienzförderung statt. In der Arbeitsgruppe Resilienzförderung arbeiten sieben Expertinnen und Experten aus unterschiedlichen Abteilungen und Fachbereichen des Ministeriums zusammen. Ihr zentrales Ziel ist es, bestehende Maßnahmen zu bündeln, weiterzuentwickeln und passgenau für Schulen nutzbar zu machen. Die Ergebnisse der Arbeitsgruppe wurden im Bildungsrat, dem auch der Landesschülerrat angehört, sowie in den Schulleitungsvereinigungen vorgestellt und stießen dort auf große Zustimmung.
Aktuell wird zudem an einer Broschüre für Lehrkräfte gearbeitet. Diese wird praktische Hilfestellungen zur Resilienzförderung bereitstellen. Ergänzend ist ein Kurs auf der Plattform „its learning” geplant, dessen Inhalte kontinuierlich aktualisiert und erweitert werden können, um die Arbeit der Schulen dynamisch zu unterstützen. „Mit diesen Maßnahmen setzt das Ministerium für Bildung und Kindertagesförderung ein deutliches Zeichen: Die Förderung der psychischen Widerstandskraft von Schülerinnen und Schülern ist ein zentraler Bestandteil einer zukunftsfähigen Bildung“, so Simone Oldenburg.
Die Inhalte des Programms zur Resilienzförderung werden am 18. Mai 2026 in einem Pressegespräch vorgestellt.