Gemeinsam für Verbesserungen in der Kindertagesförderung
Oldenburg: notwendige Qualitätssteigerungen - finanzierbar und mit Augenmaß
„Der Einsatz der Eltern, Erzieherinnen und Erzieher sowie der Träger ist beeindruckend und zeigt, wie wichtig allen die frühkindliche Bildung ist. Ungeachtet der Prüfung der rechtlichen Zulässigkeit des Volksbegehrens sind wir im Forum ‚Gute Kita 2030‘ mit allen Beteiligten – zu denen auch der Landkreistag und der Städte- und Gemeindetag gehören – im intensiven Austausch. Unser gemeinsames Ziel ist es, weitere Maßnahmen zur Qualitätssteigerung in der Bildung der Jüngsten voranzubringen“, sagte die Bildungsministerin Simone Oldenburg mit Blick auf das angekündigte Volksbegehren zur Verbesserung der Situation in den Kindertageseinrichtungen im Land.
Nur im Austausch miteinander und mit gemeinsam abgestimmten Zielen können neue Maßnahmen in der Bildung und Förderung der Kinder erarbeitet und umgesetzt werden. „Jede noch so wünschenswerte Verbesserung muss aber auch finanzierbar sein. Die Kosten der vorgelegten Maßnahmen belaufen sich auf ca. 450 Millionen Euro jährlich zusätzlich und würden dann das Gesamtvolumen von 1,5 Milliarden für die Kindertagesförderung pro Jahr erreichen. Offen lassen die Initiatoren, wie diese Maßnahmen finanziell umsetzbar sein sollen“, so die Ministerin. „Weitere Verbesserungen für die Kindertagesförderung, die wir gemeinsam im Forum ‚Gute Kita 2030‘ erarbeiten, können nur in einem fest abgesteckten finanziellen Rahmen umgesetzt werden.“
Wie wichtig der Landesregierung auch die frühkindliche Bildung ist, zeigen die Verbesserungen für die Kinder, Eltern sowie Erzieherinnen und Erzieher, die in den letzten Jahren erreicht worden sind:
- Über 1.200 zusätzliche Erzieherinnen und Erzieher konnten durch mehr Landesgeld eingestellt werden, um den Mindestpersonalschlüssel in den Kitas umzusetzen.
- Übernahme der Sprachkitas in die Landesförderung.
- Schrittweise Senkung des Fachkraft-Kind-Verhältnisses von 1:18 auf 1:14.
- Beitragsfreiheit für alle Kinder in Krippe, Kita, Kindertagespflege, Hort und Ferienhort entlastet die Familien. Eltern sparen je Kind bis zu 18.000 Euro an Betreuungskosten.
- Ab dem Schuljahr 2026/2027 wird für Grundschulkinder der Rechtsanspruch auf einen Hortplatz schrittweise eingeführt. Dieser gilt unabhängig von der Erwerbstätigkeit der Eltern.
- Kitas in MV haben die längsten Öffnungszeiten bundesweit und bieten den Eltern eine hohe Verlässlichkeit durch wenige Schließtage im Jahr.
„Weitere Qualitätsmaßnahmen, besonders in der Krippe, sind weiterhin dringend notwendig. Dies kann jedoch nur schrittweise, mit Augenmaß und gemeinsam mit den Kommunen erfolgen“, sagte Simone Oldenburg.