Girls’Day und Boys’Day 2026 M-V: „Dein Tag, dein Weg!“
Die Ministerin für Justiz, Gleichstellung und Verbraucherschutz Jacqueline Bernhardt: „KickOff ist am Sonnabend in Schwerin.“
In diesem Jahr stehen die Zukunftstage für Mädchen und Jungen unter dem Motto „Dein Tag, dein Weg!“. Unterstützt werden sie durch das Ministerium für Justiz, Gleichstellung und Verbraucherschutz. Zusammen mit den Sozialpartnern, der Vereinigung der Unternehmensverbände für Mecklenburg-Vorpommern e.V. und dem Deutschen Gewerkschaftsbund Bezirk Nord, werden Unternehmen, Einrichtungen, Schulen und Eltern aufgerufen, sich am Aktionstag zur klischeefreien Beruflichen Orientierung und Nachwuchsgewinnung am 23. April 2026 aktiv zu beteiligen.
Gleichstellungsministerin Jacqueline Bernhardt: „Der Girls’Day und der Boys’Day sind ein gesellschaftliches Angebot, das weiterhin beliebt ist und immer wichtiger wird. Ziel der Aktionstage ist auch das Ziel unseres gerade beschlossenen Gleichstellungspolitischen Rahmenprogramms: Gleichstellung von Frauen und Männern. Daher sind die Zukunftstage wichtiger Bestandteil des Programms. Wir arbeiten daran, die Ungleichheiten zu beenden. Gleichstellung ist eine Frage der sozialen Gerechtigkeit. Basis für Veränderungen ist die eigene Entwicklung und Entfaltungsmöglichkeit. Wer von Anfang an die Chance hat, das zu tun, was sie oder er möchte, kann sich auch selbstbewusst im Leben behaupten. Ein Schlüssel ist aus unserer Sicht die klischeefreie und gendersensible Berufsorientierung, also die Berufswahl anhand der eigenen Stärken, Interessen, Talente und Wünsche. Der Girls’Day und der Boys’Day sind dabei erfolgreich. Mädchen lernen an diesem Tag Berufe kennen, in denen der Frauenanteil unter 40 Prozent liegt. Jungen probieren Berufe aus, in denen der Männeranteil unter 40 Prozent liegt. Wir wollen in Zeiten des Fachkräftemangels den Pool an Bewerberinnen und Bewerbern geschlechteroffen und klischeefrei gestalten. Wir müssen heute alles daransetzen, dass wir morgen immer mehr Vorbilder für eine Berufswahl abseits von Geschlechterstereotypen bekommen“, betont die Ministerin für Justiz, Gleichstellung und Verbraucherschutz Jacqueline Bernhardt zur Landespressekonferenz.
Lisanne Straka, Abteilungsleiterin Frauen- und Gleichstellungspolitik beim DGB Nord: „Technik ist auch Mädchensache, dennoch fehlen Frauen und ihre Sichtweisen oft in den Berufen, die unsere Zukunft bestimmen. Echter Wandel gelingt nur, wenn wir starre Rollenbilder endlich überwinden und bereits Mädchen erleben, wie viel Gestaltungskraft in technischen Berufen steckt. Damit aus Interesse Karrieren werden, braucht es aber auch eine offene Unternehmenskultur, faire Arbeitsbedingungen und eine echte Vereinbarkeit von Beruf und Familie. Nur wenn das Umfeld stimmt, können Frauen ihre Fähigkeiten voll einbringen und die digitale Transformation entscheidend vorantreiben.“
Susan Bach, Geschäftsführerin Bildung & Hochschule, VU – Die Arbeitgeber MV: „Die Konjunktur in Mecklenburg-Vorpommern steht weniger stark unter Druck als in anderen Regionen der Bundesrepublik. Das ist ein wichtiges Signal für junge Menschen. Gleichzeitig bleibt der Handlungsdruck für Unternehmen hoch. Konzepte der Fachkräftesicherung müssen inhaltlich weiterentwickeln und so gestaltet werden, dass sich junge Menschen unabhängig vom Geschlecht angesprochen fühlen. Mit dem Girls’Day begeistern wir Mädchen frühzeitig für technische und handwerkliche Berufe und erschließen zusätzliche Potenziale für Unternehmen.“
Weitere Informationen finden Sie auf den Seiten zum ->Girls‘Day und auch zum ->Boys‘Day per Klick. Hier werden praktische Erfahrungen in Berufen und Studieneinrichtungen vermittelt, in denen bisher nur wenige Frauen bzw. Männer arbeiten. Frei von Geschlechterklischees entdecken Mädchen ihre Talente und Stärken für die MINT-Berufe (Berufe im Bereich Mathematik, Informationstechnologie, Naturwissenschaften und Technik) und Jungen für die sozialen und Gesundheits- sowie Dienstleistungsberufe. In M-V werden der „Girls’Day“ und „Boys’Day“ über ein Sozialpartnerschaftsprojekt der Vereinigung der Unternehmensverbände für Mecklenburg-Vorpommern e.V. (VU) sowie des Deutschen Gewerkschaftsbundes Nord (DGB Nord) begleitet. Das ->Projekt „ZU!MV – Landeskoordinierung Girls’Day/Boys’Day in Mecklenburg-Vorpommern“ wird im Rahmen des ESF Plus-Programms des Landes Mecklenburg-Vorpommern aus Mitteln des Europäischen Sozialfonds Plus der Europäischen Union gefördert.