Drese: In MV bestehen gute Voraussetzungen zur Verbesserung der Versorgung von Patientinnen und Patienten mit Long Covid

Nr.058  | 25.03.2026  | SM  | Ministerium für Soziales, Gesundheit und Sport

Gesundheitsministerin Stefanie Drese sieht im Ausbau der Forschung zu den Krankheitsbildern sowie in der Weiterbildung und Vernetzung der Haus- und Fachärztinnen und -ärzte entscheidende Schritte zur Verbesserung der Versorgung von Patientinnen und Patienten, die unter Long Covid, Post-Vac, Post Covid und ME/CFS leiden.

„Oberste Priorität muss die Erschließung wirksamer Behandlungs- und Therapiemethoden haben, um die Lebensqualität der betroffenen Menschen zu verbessern“, betonte Drese auf dem 4. Long Covid-Fachtag, der am (heutigen) Mittwoch in Schwerin stattfand.

Drese verdeutlichte, dass in Mecklenburg-Vorpommern gute Voraussetzungen für Versorgung und Forschung bestehen, da das Land in der Pandemie frühzeitig beträchtliche Mittel für den Bereich Long Covid bereitgestellt habe. „Durch die zusätzlichen Mittel konnten unsere Universitätsmedizinen in Greifswald und Rostock die Spezialambulanzen ausbauen und Betroffenen helfen. Mit ihrer gebündelten Expertise im Bereich Long und Post Covid profitieren die UMG und die UMR von diversen Bundesförderprogrammen“, sagte Drese.

So stellt die Bundesregierung mit der „Nationalen Dekade gegen postinfektiöse Erkrankungen“ in den kommenden Jahren insgesamt 500 Millionen Euro zur Verfügung. Gefördert werden nach Angaben von Drese unter anderem Forschungsprojekte, klinische Studien und Fortbildungen. Zudem ist angedacht eine neue Patientendatenbasis zur Überprüfung neuer Therapieansätze zu schaffen.

Die Ministerin hob gleichzeitig die Bedeutung der niedergelassenen Ärztinnen und Ärzte für eine optimale Versorgung von Long Covid Patienten hervor. „Insbesondere Hausärzte sind oft die ersten Anlaufpunkte von Betroffenen. Wir wollen deshalb im engen Austausch mit Ärztekammer und Kassenärztlicher Vereinigung umfangreicher für Long Covid-Erkrankungen schulen und die Netzwerkbildung fördern, um auch hier die Wahrnehmung und Akzeptanz für postakute Infektionssyndrome zu erhöhen und die Therapieansätze zu verbessern“, so Drese.

Die Ministerin danke den Regierungsfraktionen von SPD und Die Linke sowie der Patientenorganisation „NichtGenesen“ für die Organisation des Fachtags: „Es ist wichtig, Aufmerksamkeit auf das Thema zu lenken und Aufklärungsarbeit zu leisten. Es ist wichtig, die Betroffenen in den Fokus zu rücken, in den Austausch zu gehen und das vorhandene Wissen zu erweitern“, sagte Drese.