Wal in Wismarbucht erneut gestrandet

Nr.080/2026  | 28.03.2026  | LM  | Ministerium für Klimaschutz, Landwirtschaft, ländliche Räume und Umwelt

 

Am frühen Nachmittag haben sich Wissenschaftlerinnen vom Deutschen Meeresmuseum und des ITAW ein Bild von der Lages in der Wismarbucht gesichteten Wals gemacht. Unterstützt von der Wasserschutzpolizei Wismar und der Umweltschutzorganisation Greenpeace mussten die Wissenschaftlerinnen feststellen, dass sich das Tier erneut auf einer Sandbank festgeschwommen hat. Dazu erklärt Umweltschutzminister Dr. Till Backhaus:

 „Wir müssen leider davon ausgehen, dass es dem Tier nicht gutgeht. Doch es gibt weiterhin Hoffnung. Ganz in der Nähe des Tieres gibt es eine tiefere Rinne und es besteht die Möglichkeit, dass der Wal sich selbsttätig dorthin begibt. Dafür wollen wir ihm die Nacht über Zeit lassen.

Die Wasserschutzpolizei wird dankenswerten Weise die Nachtwache vor Ort übernehmen, auch um zu verhindern, dass sich Unbefugte dem Wal zu nähern versuchen. Ich bitte erneut darum, solche Versuche zu unterlassen und den Wal mit mindestens 500 Metern Abstand zu passieren.

Sollte das Tier sich bis morgen nicht befreit haben, werden die Fachleute vor Ort versuchen, den Wal sanft anzustupsen und in Richtung tieferes Wasser zu bewegen. Das staatliche Amt für Landwirtschaft und Umwelt Westmecklenburg ist als zuständige Behörde in dem FFH-Gebiet in die Planung eingebunden.

Auch wenn der Anlass kein schöner ist, bin ich dankbar, zu sehen, wie gut die Kommunikation aller beteiligten Stellen vor Ort funktioniert und bedanke mich herzlich für das große Engagement von Polizei, Wissenschaft, Behörden  und ehrenamtlichen Naturschützern.“