Wal vor Wismar hat sich freigeschwommen

Nr.085/2026  | 30.03.2026  | LM  | Ministerium für Klimaschutz, Landwirtschaft, ländliche Räume und Umwelt

 

Der vor Wismar gestrandete Wal ist seit dem Abend wieder frei. Ein Team von Wissenschaftlern vom Deutschen Meeresmuseum, Greenpeace und Sea Sheperd hatte zuvor mit einem Schlauchboot versucht, den Wal dazu zu motivieren, sich in Bewegung zu setzen. Dazu erklärt Umweltminister Dr. Till Backhaus, der mit an Bord des Bootes war:

„Die Ruhe, die wir dem Wal gegeben haben, hat sich ausgezahlt. Er hat genug Kraft getankt, um auf die Motivation durch unser Boot zu reagieren und loszuschwimmen. Leider hat der Wal zunächst die falsche Richtung – Richtung Hafen – eingeschlagen. Wir haben gesehen: Der Wal kämpft – aber er ist angeschlagen. Dennoch ist dies eine Erfolg gemeinsamer Anstrengungen, um dem Wal zu helfen. Jetzt muss er sich selber helfen. Ich hoffe sehr, dass ihm das gelingt“

Professor Burkard Baschek, wissenschaftlicher Direktor des Deutschen Meeresmuseums ergänzt:

„Es waren sehr intensive Tage mit vielen Diskussionen, was das Beste für das Tier ist. Wir haben uns mit internationalen Experten ausgetauscht, die uns geraten, den Wal mit Lärm zu aktivieren. Dafür haben wir die richtige Situation abgewartet. Nun müssen wir versuchen, ihn vom Hafen abzuhalten und werden morgen schauen, wo sicher der Wal aufhält.“

Dr. Sandra Schöttner von Greenpeace Deutschland fügt hinzu:

„Unsere Kollegen sind schon gemeinsam mit der Wasserschutz­polizei unterwegs, den Wal auf die richtige Route zu lenken. Sein Weg wird sehr weit sein. Aber es ist ein guter erster Schritt auf dem Weg. Wir haben die Experten aus dem Ausland, mit denen wir ständig in Kontakt sind, ernst genommen. Sie haben uns bestätigt, dass der Weg, den wir gewählt haben der richtige sein könnte. Für den Moment sieht es nun ja so aus.“