Erhebliche Investitionen zur Digitalisierung des Öffentlichen Gesundheitsdienstes in MV
Im Zeitraum von Oktober 2022 bis März 2026 wurde die koordinierte Landesmaßnahme zur Digitalisierung des Öffentlichen Gesundheitsdienstes in MV durchgeführt. Das Projekt wurde im Rahmen des bundesweiten Paktes für den Öffentlichen Gesundheitsdienst (ÖGD) realisiert und durch Mittel der Europäischen Union im Programm NextGenerationEU finanziert, teilte Gesundheitsministerin Stefanie Drese zum Abschluss der Digitalisierungs-Maßnahme am Mittwoch in Schwerin mit.
Zur Förderung der Digitalisierung und Stärkung des ÖGD in Mecklenburg-Vorpommern wurden nach Angaben von Drese insgesamt 6,39 Millionen Euro zur Verfügung gestellt. Hauptbestandteil ist dabei die gemeinsam vom Gesundheitsministerium mit den kommunalen Gesundheitsämtern erarbeitete Digitalisierungsstrategie (Digitalisierungsstrategie für den ÖGD in MV).
„Wir haben damit die Voraussetzungen geschaffen, den ÖGD zu modernisieren und bürgerfreundlicher zu machen“, betonte Drese. „Unser Ziel ist es, im ÖGD auf unterschiedliche Krisenfälle bestmöglich vorbereitet zu sein. Das geht nur mit einer modernen Ausstattung und effizienten Abläufen, die die Beschäftigten unterstützen und Behördenanliegen für Bürgerinnen und Bürger so einfach wie möglich machen“, so die Ministerin.
Zur Verbesserung der Krisenfestigkeit der Gesundheitsämter wurden laut Drese zudem Fortbildungen über den gesamten Projektzeitraum hinweg finanziert, sowie ein Rahmenschulungskonzept erstellt, welches zukünftig dabei helfen soll, die Fähigkeiten des Personals im ÖGD zu sichern. Hierzu trage auch die bedarfsweise Finanzierung von Hard- und Software sowie Schnittstellen in einzelnen Gesundheitsämtern bei.
„Darüber hinaus konnten innerhalb des Projekts die notwendigen Weichenstellungen für die Anbindung der Gesundheitsämter und des Landesamtes für Gesundheit und Soziales (LAGuS) an die Telematikinfrastruktur gelegt werden“, führte Drese weiter aus.
Über ein sogenanntes Sicherheitsgateway wird zukünftig die direkte und sichere digitale Kommunikation der Gesundheitsämter und des LAGuS untereinander sowie zu den Ärzten und Krankenhäusern gewährleistet sein.
Drese: „Ein ganz konkretes Beispiel ist, dass die Meldungen der Kindervoruntersuchungen durch die Ärzte an das Landesamt für Gesundheit und Soziales zukünftig digital über die Telematikinfrastruktur ablaufen können.“