Schulbau-Fachtagung in Wismar: „Lernraumlabor 2026“
Oldenburg: Landesregierung setzt sich für moderne Schulgebäude und gute Lernbedingungen ein
Wie müssen Schulen heute gestaltet sein, damit zeitgemäßes Lernen möglich ist? Wie lassen sich bestehende Schulgebäude für moderne Lernformen weiterentwickeln? Mit diesen und weiteren Fragen beschäftigt sich die zweite Schulbau-Fachtagung der Fakultät für Gestaltung an der Hochschule Wismar am Freitag, 10. April 2026. Die Veranstaltung wird von den Studiengängen Architektur und Innenarchitektur in Kooperation mit dem Ministerium für Bildung und Kindertagesförderung organisiert. „Schulgebäude sollen heute so gestaltet sein, dass Schülerinnen, Schüler und Lehrkräfte gute Arbeits- und Lernbedingungen vorfinden“, sagte Bildungsministerin Simone Oldenburg.
Neben Vorträgen stehen bei der Fachtagung Workshops und Diskussionsrunden auf dem Programm. Ein Schwerpunkt bildet der interdisziplinäre Erfahrungsaustausch zwischen Architektinnen und Architekten, Schulträgern, Pädagoginnen und Pädagogen, Lehrkräften sowie Vertretungen von Verwaltungen und Kommunen, um auch mit den Ergebnissen des Lernraumlabors 2026 ganz praxisorientiert künftige Schulbauprojekte prägen zu können.
600 Millionen Euro für moderne Schulen
Das Land Mecklenburg-Vorpommern investiert weiterhin in den Schulbau. Mit dem Programm „MV-Plan 2035 – Zukunftsfähige Bildungslandschaft“ stehen in einem Zeitraum von 12 Jahren insgesamt 600 Millionen Euro zur Verfügung. Die Mittel stammen aus dem Sondervermögen des Bundes. 540 Millionen Euro sind für öffentliche allgemein bildende Schulen vorgesehen, 60 Millionen Euro stehen für Schulen in freier Trägerschaft bereit. „Mit der Schulbauförderung unterstützen wir die Kommunen und Landkreise beim Neubau und bei der Sanierung von Schulen. Damit setzen wir uns für moderne Schulgebäude in Mecklenburg-Vorpommern ein“, erklärte die Bildungsministerin.
Gefördert werden neben Neubau- und Sanierungsmaßnahmen auch die Modernisierung von Schulhöfen und Sportanlagen, energetische Maßnahmen sowie die digitale Ausstattung. „Ein Schwerpunkt soll dabei auf den Projekten liegen, die ohne die Bundesmittel besonders schwer umzusetzen wären“, so Oldenburg weiter. „Wichtig ist, dass Kommunen und Landkreise in einem unbürokratischen Verfahren die Fördermittel erhalten.“
Schulbauempfehlungen als praxisnahe Grundlage
Alle geförderten Projekte orientieren sich an den Schulbauempfehlungen des Landes, die als praxisnahe Leitlinien für Planung, Gestaltung und Umsetzung dienen. Aktualisierungen gibt es u. a. im Bereich der Digitalisierung, des Ganztags sowie der Standards für Sanitäranlagen, für die Eingangskontrolle und den Amok-Schutz.
„Mit den Schulbauempfehlungen bieten wir den Schulträgern eine praxisorientierte Hilfe – von der Planung über die Gestaltung bis zur Umsetzung ihrer Schulbauvorhaben“, betonte Oldenburg. Ein besonderer Fokus liegt dabei auf modernen Organisationsformen wie offenen Lernlandschaften sowie auf Good-Practice-Beispielen.
Fast eine Milliarde Euro in Schulbauten investiert
Mit den Schulbauprogrammen hat das Land in den vergangenen Jahren insbesondere viele Grundschulen und Regionale Schulen im ländlichen Raum unterstützt. Seit 2016 konnten mehr als 550 Schulbauvorhaben an allgemein bildenden Schulen mit einem Fördervolumen von rund 880 Millionen Euro umgesetzt werden.
Über das 400-Millionen-Euro-Konjunkturprogramm Schulbau hat das Land bereits jetzt 160 Millionen Euro für mehr als 100 Vorhaben in Aussicht gestellt. Schulbauvorhaben sind langfristige Projekte. Von der Planung bis zur Fertigstellung vergehen in der Regel fünf Jahre.
Anmeldung und Teilnahme
Die Fachtagung richtet sich an alle, die an der Gestaltung zukunftsorientierter Lernumgebungen mitwirken möchten. Das vollständige Programm ist online unter https://fg.hs-wismar.de/lernraumlabor abrufbar.
Terminhinweis für die Medien
Schulbau-Fachkonferenz „Lernraumlabor 2026“
Datum: Freitag, 10. April 2026
Zeit: 9:00 Uhr
Ort: Hochschule Wismar
Fakultät für Gestaltung
Philipp-Müller-Straße 14, Haus 7
23966 Wismar