Rostock bekommt 152 zusätzliche Wohnheimplätze für Studierende
Martin und Pegel eröffnen Neubau in der Max-Planck-Straße
Studierende in Rostock erhalten mehr bezahlbaren Wohnraum. Sie können sich über 152 zusätzliche Wohnheimplätze in Rostock freuen. Am Donnerstag (9. April) haben Wissenschaftsministerin Bettina Martin und Bauminister Christian Pegel gemeinsam mit dem Studierendenwerk Rostock-Wismar ein neues Gebäude des Studierendenwohnheims mit 152 zusätzlichen Wohnheimplätzen eröffnet. Es handelt sich um den ersten Bauabschnitt der Erweiterungsneubauten an der Wohnanlage in Max-Planck-Straße.
Im zweiten Bauabschnitt sollen bis 2028 weitere 126 hinzukommen. Insgesamt werden also 278 Wohnheimplätze zusätzlich zu den bereits am Standort vorhandenen fünf Wohnheimen mit 528 Plätzen geschaffen.
Ministerin Martin betonte in ihrem Grußwort die wichtige Rolle der Studierendenwerke für die Hochschulen und das Land Mecklenburg-Vorpommern:
„Erschwingliche Mieten sind ein Standortfaktor und eine Frage der sozialen Gerechtigkeit beim Zugang zum Studium. Studierende sind auf erschwingliche Mieten angewiesen, um erfolgreich studieren zu können. Hinzu kommt, dass unsere Hochschulen im bundesweiten Wettbewerb um Studierende sind – um Forschende und Fachkräfte von morgen. Ein gutes soziales Studienumfeld ist da sehr wichtig. Die Studierendenwerke machen in Mecklenburg-Vorpommern eine hervorragende Arbeit. Sie sind nicht nur für bezahlbaren Wohnraum zuständig, sondern kümmern sich auch um Essensangebote in den Mensen und ein lebendiges Campusleben.“
Die Ministerin sprach auch die von der Bundesregierung in Aussicht gestellte Erhöhung der BAföG-Wohngeldpauschale an. „Die große Koalition im Bund hat eine BAföG-Reform angekündigt. Die muss nun auch endlich kommen, denn das BAföG ist die wichtigste Studienfinanzierung und darf nicht weiter an Wirksamkeit verlieren. Studierendenwerke dürfen nicht weiter in der Situation sein, mit jedem belegten Wohnheimplatz, den sie zur Verfügung stellen, einen Verlust zu generieren.“
Bauminister Christian Pegel: „Bezahlbarer Wohnraum für Studierende ist ein zentraler Baustein einer zukunftsfähigen Stadt- und Wohnraumentwicklung – gerade hier in der Hanse- und Universitätsstadt Rostock, wo die Nachfrage seit Jahren hoch ist. Studierende prägen das Stadtleben, sie sind Fachkräfte von morgen und tragen entscheidend zur wirtschaftlichen und gesellschaftlichen Entwicklung unserer Städte bei. Die heute eröffneten 152 neuen Wohnheimplätze sind ein wichtiger Schritt, um den Wohnungsmarkt zu entlasten und Studierenden eine verlässliche, sozialverträgliche Wohnperspektive zu bieten. Das Land Mecklenburg-Vorpommern unterstützt dieses Projekt bewusst und gezielt. Wir fördern den Neubau von Studierendenwohnheimen, weil er nicht nur einzelnen Studierenden hilft, sondern eine stadtentwicklungspolitische Wirkung entfaltet: Wohnheime nehmen Druck vom angespannten Mietmarkt, schaffen Planungssicherheit und stärken Hochschulstandorte nachhaltig. Mit Blick nach vorn arbeiten wir zudem an verbesserten Rahmenbedingungen. Aktuell arbeiten wir intensiv an einer Weiterentwicklung unserer Förderrichtlinie ‚Junges Wohnen‘. Unser Ziel ist es, Investitionen in Wohnraum für junge Menschen – Studierende, Auszubildende und junge Berufstätige – weiter zu erleichtern und damit zusätzliche Projekte wie dieses zu ermöglichen.“
Um das bestehende Wohnangebot an Wohnheimplätzen in der Hanse- und Universitätsstadt zu erweitern, begannen die Studierendenwerke Rostock-Wismar im Oktober 2023 mit Erweiterungsneubauten an der Wohnanlage in Max-Planck-Straße. Rund 30 Millionen Euro werden dafür investiert. Land und Bund beteiligen sich daran mit rund 16 Mio. Euro über das Bundesprogramm „Junges Wohnen“, die Kofinanzierung des Landes und weitere Mittel sowie ein Darlehen aus dem Landesförderinstitut.
Weitere Informationen zur Arbeit der Studierendenwerke finden Sie hier: https://www.stw-rw.de/
Anlagen
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Bauminister Christian Pegel, Geschäftsführer des Studierendenwerkes Kai Hörig, Abteilungsleiterin Studentisches Wohnen Korinna Degner, Wissenschaftsministerin Bettina Martin; Foto: Sabrina Scholz/WKM