Ministerpräsidentin Schwesig zur Widmung des Rainer-Prachtl-Weges in Neubrandenburg

Nr.73/2026  | 09.04.2026  | MPin  | Ministerpräsidentin

Anlässlich der Widmung des Rainer-Prachtl-Weges in Neubrandenburg hat Ministerpräsidentin Manuela Schwesig die Verdienste des ersten Landtagspräsidenten Mecklenburg-Vorpommerns gewürdigt: “Dienen in Verantwortung: Unter diesem Motto hat Rainer Prachtl einen guten Teil seines Lebens dem Dienst an seinen Mitmenschen, an seiner Heimatstadt und seinem Heimatland geschenkt. Antrieb war für ihn der christliche Glaube und die Grundüberzeugung: Menschlichkeit ist machbar. Mit dieser Lebenshaltung ist er aufrecht und pragmatisch geblieben. Er war ein Typ, ein Charakter, der beeindruckt und andere mitgenommen hat. Mit seinem Engagement ist er ein Vorbild und steht gleichzeitig für die vielen bodenständigen, engagierten in unserem Land.“

Sie erinnerte in ihrer Rede auch an die Verdienste Rainer Prachtls für die Landesverfassung Mecklenburg-Vorpommerns. Schwesig sagte: „Er hat sich dafür stark gemacht, Grundregeln und Grundrechte über die Staatsform und die Staatsziele verfassungsrechtlich festzuschreiben. Er hat sich viele Jahre lang dafür eingesetzt, die Werte der Verfassung in der Landespolitik mit Leben zu erfüllen.“ Dafür habe er als Stadtrat in Neubrandenburg, als Landtagsabgeordneter und als erster Landtagspräsident des Landes von 1990 bis 1998 gewirkt. „Diejenigen, die ihn im Landtag erlebt haben, erinnern sich an einen Politiker, der gut moderieren und erklären konnte. Der zusammengeführt und nicht gespalten hat. Der über die Parteigrenzen hinweg respektiert und beliebt war. Auch darin war und bleibt Rainer Prachtl ein Vorbild“, so die Ministerpräsidentin.

Der Fußweg am Tollensesee, der von der Brücke über den Oberbach nördlich des Strandbades Broda entlang bis zur Seestraße führt, wird Rainer Prachtl gewidmet. In der Beschlussfassung der Stadtvertretung Neubrandenburg heißt es dazu: “Dieser Weg hat eine Blickbeziehung zum Amtshaus Broda, dem ehemaligen Kloster des Prämonstratenser-Ordens. Zum 775. Stadtjubiläum fand hier auf Initiative von Rainer Prachtl und dem Dreikönigsverein eine beeindruckende Zeremonie zum Prämonstratenser-Tag statt.“ Das ehemalige Kloster gilt als Keimzelle der Stadt Neubrandenburg.