Martin übergibt Medienkompetenzpreis „Nachgehakt“ 2026

Der „MeKo“ wird durch die Medienanstalt MV und das FiSH-Festival Rostock ausgerichtet

Nr.066/26  | 23.04.2026  | WKM  | Ministerium für Wissenschaft, Kultur, Bundes- und Europaangelegenheiten

Am Nachmittag vor der offiziellen Eröffnung des „FiSH“-Filmfestivals in Rostock fand heute (23. April) die diesjährige Verleihung des Medienkompetenzpreises MV im Rostocker Volkstheater statt.

Die Preise werden seit 2006 im Rahmen des „FiSH“ verliehen. Es gibt zwei Hauptpreise: das „Projekt des Jahres“ und den vom Wissenschafts- und Kulturministerium vergebenen Preis „Nachgehakt“. Beide Preise sind mit 1.500 Euro dotiert.

Zusätzlich gibt es die Sonderpreise „Freizeit und Teilhabe“ und „Schule und Bildung“, mit jeweils zwei ausgezeichneten Projekten.

Die Preise würdigen herausragende Projekte, die nachhaltige und innovative Medienarbeit mit Kindern, Jugendlichen oder Erwachsenen umsetzen und damit die Medienkompetenz stärken. Auf die pädagogische Komponente, die Einbindung und den aktiven Erwerb von Kompetenzen im Umgang mit Medien, wird dabei besonderer Wert gelegt.

Der „Nachgehakt“-Preis wird in Zusammenarbeit mit der Landeszentrale für politische Bildung an Projekte vergeben, die sich durch kritische Auseinandersetzung mit Medien, deren Inhalten und ihrer Wirkung auf die Demokratie auseinandersetzen.

 

Meko „Nachgehakt“ für Medienzentrum Greifswald

 

Kulturministerin Bettina Martin übergab den Medienkompetenzpreis in der Kategorie „Nachgehakt“ an das Projekt „Erinnern und Erleben. Jüdisches Leben in Greifswald“, eingereicht durch das Medienzentrum Greifswald e.V.

Rund 30 Schülerinnen und Schüler der achten Klassen der integrierten Gesamtschule „Erwin-Fischer“ in Greifswald arbeiteten an dem medienübergreifenden Bildungsprojekt der Altstadtgemeinden Greifswald. Auch die Universität Greifswald war beteiligt.

Die Schülerinnen und Schüler beschäftigten sich mit dem jüdischen Leben in und um Greifswald, begaben sich in Medienprojekten auf Spurensuche und besuchten auch „vergessene Orte“ wie den jüdischen Friedhof in Greifswald.
Der jüdische Landesverband Mecklenburg-Vorpommern und Landesrabbiner Yuriy Kadnykov unterstützen das Projekt ebenfalls.
Insgesamt gab es 16 Einreichungen in der Kategorie „Nachgehakt“.

„Medienkompetenz bedeutet, dass man mit Medien umgehen, kreativ werden und mit ihnen etwas erschaffen kann. Sie bedeutet aber auch, den kritischen Umgang mit Medien zu lernen, Quellenarbeit und die Auseinandersetzung mit unserer Geschichte und Gegenwart. Die Schülerinnen und Schüler haben bei ‚Erinnern und Erleben‘ noch mehr getan und selbst recherchiert, Interviews geführt und sich aktiv mit einem Thema auseinandergesetzt. Dafür verleihen wir Ihnen unseren ‚Nachgehakt‘-Preis“, so Ministerin Martin bei der Preisübergabe:
„Ich danke aber auch allen anderen Einreichenden, denn in jeder Kategorie des Medienkompetenzpreises gab es wieder tolle Ideen und Bewerbungen die zeigen, wie viele engagierte Menschen es in der Medienarbeit in Mecklenburg-Vorpommern gibt – und auch wie viele interessierte Schülerinnen und Schüler in allen Altersgruppen.“

Zusätzlich zu den 1.500 Euro Preisgeld für den „Nachgehakt“-Preis unterstützt das Kulturministerium den Medienkompetenzpreis und das vorgeschaltete Medienkompetenz-Forum mit insgesamt 6.500 Euro.
Auch das Bildungs- und das Sozialministerium unterstützen den Preis.

Weitere Informationen zum Medienkompetenzpreis, den Preisträgerinnen und Einreichungen finden Sie auf den Webseiten der Medienanstalt MV
https://medienanstalt-mv.de/medienkompetenz/medienkompetenz-preis-mv/

und des Festivals
https://fish-festival.de/festival/meko-preis/