Schwesig: Jazznacht zeigt, wie wichtig bürgerschaftliches Engagement ist

Nr.90/2026  | 25.04.2026  | MPin  | Ministerpräsidentin

Ministerpräsidentin Manuela Schwesig hat heute die Gäste der 17. Schweriner Jazznacht begrüßt: „Jazz hat in Schwerin eine längere Tradition, als man vermuten könnte. Bereits in den 1960er- und 70er-Jahren trafen sich Jazzbegeisterte in Klubs und Kulturhäusern. Oft war diese Musik nicht im Mittelpunkt des offiziellen Kulturlebens – und gerade das verlieh ihr eine besondere Energie, die bis heute nachwirkt.“

Seit 2009 gebe es die Schweriner Jazznacht. Was damals als Konzert begann, habe sich längst zu einem kleinen Festival entwickelt – einer gelungenen Mischung aus etablierten Künstlern und neuen Talenten. „Und in diesem Jahr mit Veranstaltungen an ganz unterschiedlichen Orten – in der Landesbibliothek, im Modehaus, in Unternehmen. Das ist ein schönes Beispiel dafür, wie Kultur Menschen verbindet und Räume öffnet. Und es zeigt auch, was möglich ist, wenn Engagement, Leidenschaft und Gemeinschaft zusammenkommen“, sagte sie.

Die Ministerpräsidentin würdigte in ihren Grußworten auch die Veranstalterin der Schweriner Jazznacht Marianne Wöhrle-Braun: „Sie sind die Initiatorin und das Herz dieser Veranstaltung. Mit großem ehrenamtlichen Engagement haben Sie die Jazznacht aufgebaut und über viele Jahre geprägt. Dafür haben Sie 2022 völlig zu Recht den Kulturförderpreis des Landes erhalten. Ihr Einsatz zeigt, wie wichtig bürgerschaftliches Engagement für unser Land ist. Herzlichen Dank dafür!“

Die Schweriner Jazznacht stehe nicht nur für großartige Musik, sondern auch für Solidarität. Schwesig: „Unter dem Motto „Jazz meets Business in Benefit“ wurden in den vergangenen 15 Jahren über 84.000 Euro für kulturelle und soziale Projekte gesammelt. Das ist ein starkes Zeichen.“ Im vergangenen Jahr wurde die Brass Band „Potzblech“ der Musikschule Antaraxia unterstützt. „Ein zentrales Element ist der Förderpreis Jazz. Er gibt jungen Musikerinnen und Musikern Sichtbarkeit und zeigt, wie wichtig es ist, Kultur aktiv zu fördern und weiterzugeben“, so die Regierungschefin. Der Auftakt des Jazzförderpreisträgers Caspar Rutsch aus dem letzten Jahr, der gemeinsam mit dem Gitarristen Liam Möller im Januar auftrat, habe gezeigt, wie hoch das Niveau ist.