Landesfinale des 17. Plattdeutsch-Wettbewerbs
Oldenburg: Der Wettbewerb zeigt, wie jung und zeitgemäß unsere Traditionen interpretiert werden können
Am Samstag, 9. Mai 2026, treffen sich die besten jungen Plattschnackers in der Aula der Regionalen Schule „Richard Wossidlo“ in Güstrow zum Landesfinale des 17. Plattdeutsch-Wettbewerbs. Die öffentliche Veranstaltung beginnt um 9:30 Uhr. Unter dem Motto „Plattdüütsch allerwägens ünnerwägens – 150 Johr Martha Müller-Grählert“ präsentieren Kinder, Jugendliche und junge Erwachsene ihre Beiträge und stellen unter Beweis, wie lebendig und vielfältig die plattdeutsche Sprache heute ist.
„Der Wettbewerb zeigt, wie jung und zeitgemäß unsere Traditionen interpretiert werden können. Ich bin jedes Mal aufs Neue beeindruckt, mit welcher Kreativität und Leidenschaft die Teilnehmenden ‚Plattdüütsch‘ leben: allerwägens ünnerwägens“, sagte Bildungsministerin Simone Oldenburg. „Sprachen, und dabei gerade das Plattdeutsche, verbinden Menschen und Generationen. Wer Plattdeutsch spricht, bewahrt nicht nur eine Regionalsprache, sondern stärkt auch das Gemeinschaftsgefühl in unserem Land. Mein besonderer Dank gilt den Lehrerinnen und Lehrern, Erzieherinnen und Erziehern, Eltern und Großeltern, die die jungen Talente so engagiert unterstützen“, so Oldenburg.
Insgesamt 219 Kinder und Jugendliche aus 21 angemeldeten Einrichtungen haben am Wettbewerb teilgenommen und 32 Beiträge eingereicht. Die Finalisten haben die Jury bereits in den Regionalwettbewerben der Schulamtsbereiche Greifswald, Schwerin, Rostock und Neubrandenburg mit ihren digitalen Projekten überzeugt. Die Beiträge sind vielfältig: Von Video- und Audioaufnahmen über Lesungen und szenische Darstellungen bis hin zu digitalen Formaten wie Kurzfilmen. Eine Fachjury bewertete die Beiträge nach Kriterien wie Aussprache, Interpretation, Originalität und Kreativität.
Beim Landesfinale in Güstrow wird Jette Bolz, Botschafterin für Niederdeutsch, die Preise und Urkunden an die Gewinnerinnen und Gewinner überreichen. „Ich bin schon jetzt gespannt auf die Auftritte und freue mich auf viele unvergessliche Momente. Es ist immer wieder beeindruckend zu sehen, mit wie viel Kreativität und Leidenschaft sich junge Menschen mit der plattdeutschen Sprache auseinandersetzen. Die Jury wird es sicherlich nicht leicht haben, die besten Beiträge zu küren, denn jede Darbietung trägt auf ihre Weise dazu bei, unsere Sprache lebendig zu halten. Välen Dank, leiwe Plattdüütschfrünn!“, so die Botschafterin, die selbst Teil der Jury ist.
Organisiert wird der Plattdeutsch-Wettbewerb vom Institut für Qualitätsentwicklung (IQ M-V) des Ministeriums für Bildung und Kindertagesförderung. Der Wettbewerb findet alle zwei Jahre statt und steht 2026 im Zeichen des 150. Geburtstags der Zingster Heimatdichterin Martha Müller-Grählert, der Verfasserin des berühmten „Ostseewellen-Liedes“.