Schwesig: Armin Müller-Stahl ist mutiger Künstler mit filmischen Wurzeln in MV
Ministerpräsidentin Manuela Schwesig hat heute bei der Preisverleihung des 35. Filmkunstfestes Mecklenburg-Vorpommern den Ehrenpreis „Goldener Ochse“ an Armin Müller-Stahl überreicht. Sie erinnerte ihn an seine filmischen Wurzeln in MV: „Wenn man so will, hat Ihre Karriere in Mecklenburg-Vorpommern angefangen. Der erste Film, in dem Sie 1956 mitgespielt haben, wurde am Strand von Ahrenshoop gedreht.“
In der DDR habe Müller-Stahl in einigen DEFA-Filmen gespielt und habe den Mut gehabt, gegen die Ausbürgerung Wolf Biermanns zu unterschreiben. Danach habe er lange keine Rollen mehr bekommen und sei nach Westdeutschland gegangen. Als Hollywood auf sein Talent aufmerksam geworden sei, wurde sein filmisches Schaffen weltumspannend. Die Oscar-Nominierung für die Rolle in „Shine – Der Weg ins Licht“ sei der Höhepunkt einer großartigen Karriere, die ihn immer wieder auch nach Deutschland zurückführt habe. Schwesig weiter: „Ihr Abenteuer hat Sie von den Stränden Mecklenburg-Vorpommerns bis in die Studios von Hollywood geführt, vom Theater über den Film und die Schriftstellerei bis in die Malerei, die wir in diesen Tagen im Schleswig-Holstein-Haus sehen können. Dieses Abenteuer und all das, was Sie uns auf Ihrem Weg geschenkt haben, zeichnen wir heute mit dem Goldenen Ochsen aus.“
Ministerpräsidentin Manuela Schwesig bedankte sich außerdem beim künstlerischen Leiter Volker Kufahl und dem Team des Filmkunstfestes: „Mit anspruchsvollen Wettbewerben, starken Filmen und einem interessanten Rahmenprogramm haben Sie Schwerin wieder in eine Filmhauptstadt verwandelt und dem Publikum eine erlesene Auswahl präsentiert. Ein herzlicher Dank an alle, die das Filmkunstfest möglich machen. Sie haben dazu beigetragen, dass auch das 35. Filmfestival wieder ein großer Erfolg wurde.“
Schwesig betonte: „Kultur muss vielfältig bleiben. Kultur muss unabhängig bleiben. Die Unabhängigkeit der Kultur, ob Kino, Theater, große Oper oder lokale Veranstaltung, ist ein wichtiger Teil von Demokratie. Es darf keine staatlichen Vorgaben geben, was akzeptable und förderungswürdige Kultur ist und was nicht.“ Dafür werde sie sich weiter einsetzen.