Große Erfolge beim Landesfinale des 17. Plattdeutsch-Wettbewerbs

Mehr als 200 junge Sprachtalente zeigen, wie lebendig und vielfältig die plattdeutsche Sprache ist

Nr.087-26  | 11.05.2026  | BM  | Ministerium für Bildung und Kindertagesförderung

Beim Landesfinale des 17. Plattdeutsch-Wettbewerbs haben junge Sprachtalente aus Mecklenburg-Vorpommern ihre kreativen Beiträge präsentiert. Das Motto: „Plattdüütsch allerwägens ünnerwägens – 150 Johr Martha Müller-Grählert“. In der Aula der Regionalen Schule „Richard Wossidlo“ in Güstrow haben sie gezeigt, wie lebendig und vielfältig die plattdeutsche Sprache ist. Die Bandbreite reichte von Liedbeiträgen über szenische Darstellungen bis hin zu Kurzfilmen. 

„Beim Plattdeutsch-Wettbewerb haben junge Menschen eindrucksvoll unter Beweis gestellt, wie viel Freude und Kreativität in der Sprache steckt. Sie sind die besten Botschafter für das Plattdeutsche heute und in Zukunft“, sagte Bildungsministerin Simone Oldenburg. „Dieser Wettbewerb ist ein Fest der Sprache und der Gemeinschaft. Mein herzlicher Dank gilt allen, die diesen Tag möglich gemacht haben: den Teilnehmerinnen und Teilnehmern, den Lehrkräften, den Eltern und Großeltern, die die Kinder und Jugendlichen so großartig unterstützen und nicht zuletzt dem Organisationsteam.“ 

Jette Bolz, Botschafterin für Niederdeutsch, hat als Mitglied der Jury die Preise und Urkunden überreicht: „Mir war es eine große Freude, so viel Talent und Begeisterung für das Niederdeutsche zu erleben. Jede Darbietung hatte ihre ganz eigene Handschrift und hat gezeigt, wie viel Leben, Kreativität und Herz in unserer Sprache stecken. Die Entscheidung ist uns alles andere als leichtgefallen, am liebsten hätten wir noch viel länger zugehört.“ 

Insgesamt 219 Kinder und Jugendliche aus 21 angemeldeten Einrichtungen nahmen am Wettbewerb teil und hatten 32 Beiträge eingereicht. Die Finalisten überzeugten die Jury bereits in den Regionalwettbewerben der Schulamtsbereiche Greifswald, Schwerin, Rostock und Neubrandenburg mit ihren digitalen Projekten. 

Der Plattdeutsch-Wettbewerb wird seit 2013 durch das Institut für Qualitätsentwicklung (IQ M-V) des Bildungsministeriums organisiert. Der Wettbewerb findet alle zwei Jahre statt.

Preisträgerinnen und Preisträger: 

Kategorie Kita 

  1. Platz: Kita „Knirpsenland“ aus Laage
  2. Platz: Kita Lüsewitz aus Groß Lüsewitz
  3. Platz: Kita „Muschelsucher“ aus Zingst 

Kategorie Grundschule 

  1. „Die andere Grundschule“ aus Groß Nemerow
  2. Grundschule Mönchgut aus Mönchgut
  3. Grundschule „Fritz Reuter“ aus Ludwigslust 

Kategorie Klasse 5-9 

  1. Evangelisches Schulzentrum Demmin „Katharina von Bora“
  2. Reuterstädter Schulcampus Stavenhagen
  3. Förderzentrum „Schule am Schwanenteich“ aus Rostock 

Klasse 10-13 

  1. Goethe-Gymnasium Demmin 

Die prämierten Sprachtalente wurden mit folgenden Preisgeldern ausgezeichnet – für den 1. Platz mit 500 Euro, für den 2. Platz mit 300 Euro und für den 3. Platz mit 100 Euro. Außerdem wurden Sachpreise wie bunte Lieder- und Lesebücher, Sprach-Spiele, Viereckstücher und für Grundschulen die Heimatschatzkiste vergeben. Darüber hinaus konnten sich die Siegerinnen und Sieger in den oberen Klassenstufen über eine Einladung zum Sprachcamp „Plietsch und Platt“ in Schwerin-Mueß freuen.

Den Sonderpreis des Landes und damit je 250 Euro bekamen die Schülerinnen und Schüler der „Schule am Bodden“ aus Neuenkirchen bei Greifswald für Ihre Theaterstücke „Hänsel und Gretel“ und „Aschenputtel“ sowie das Förderzentrum „Schule am Schwanenteich“ aus Rostock, das auch den 3. Platz im Landesfinale belegte. Die Grundschüler aus Vorpommern erhielten zudem eine Heimatschatzkiste für den Unterricht.