Tag der Familie: Drese weist auf Unterstützungsmöglichkeiten hin
Anlässlich des heutigen Internationalen Tages der Familie weist Sozialministerin Stefanie Drese auf die vielfältigen Unterstützungsangebote im Land hin. „Wir wissen, dass Familien heute vor ganz unterschiedlichen Herausforderungen stehen, von Erziehungsfragen und Pflegeaufgaben bis hin zu finanziellen Belastungen und Fragen der mentalen Gesundheit. Wichtig ist aber, dass niemand mit seinen Sorgen allein bleiben muss, so gibt es auch in Mecklenburg-Vorpommern Angebote für fast alle Lebenslagen“, erklärte die Ministerin.
Gleich zu Beginn der Zeit als Familie setzen zum Beispiel die sogenannten Frühen Hilfen an. Sie verbinden in regionalen Netzwerken psychosoziale und gesundheitliche Angebote und stehen werdenden Mütter und Vätern bis zum dritten Lebensjahr des Kindes offen. Sie richten sich insbesondere an Familien, die aufgrund von unterschiedlichen Belastungen einen erhöhten Beratungsbedarf haben, jedoch häufig nur schwer einen Zugang zu Unterstützungsangeboten finden.
„Zu den Angeboten der Frühen Hilfen gehören so auch unsere Familienhebammen und die Familien-, Gesundheits- und Kinderkrankenpflegerinnen, die direkt zu den Familien nach Hause kommen, um individuelle Hilfebedarfe auszuloten“, unterstrich Drese. Dieses Angebot gebe es in MV bereits seit 2008 und soll Eltern vorurteilsfrei und in einem vertrauensvollen Rahmen begleiten.
Bei Fragen und Konflikten mit älteren Kindern können sich Betroffene außerdem Hilfe bei den kostenfreien Erziehungs- und Familienberatungen im Land holen. „Wir alle kennen das, dass ein Familienleben nicht immer nur harmonisch abläuft. Wenn es zum Beispiel in der Pubertät zu schwerwiegenden Konflikten kommt oder Herausforderungen wie eine Trennung die Familie belasten, dann kann es durchaus hilfreich sein, sich diese Unterstützung von außen hinzu zu holen“, so Drese.
Zu den ebenfalls häufiger vorkommenden Familienbelastungen gehört auch die Suchterkrankung von Elternteilen. „Für Erwachsene gibt es an dieser Stelle mehrere Unterstützungsmöglichkeiten, etwa in Form von spezialisierten Beratungsstellen, Therapien oder Selbsthilfegruppen. Wichtig ist aber, dass auch die schätzungsweise 73.000 Kinder in MV, die in betroffenen Familien aufwachsen, nicht aus dem Blick geraten. Denn ihr Alltag ist oft von Unsicherheit, Angst und Instabilität geprägt“, hob Drese hervor. Dafür gibt es seit kurzem ein eigenständiges Angebot namens KipsFam mit Anlaufstellen in allen Landkreisen und kreisfreien Städten.
Aus dem KipsFam-Netzwerk heraus hat sich außerdem gemeinsam mit dem Landeshebammenverband und weiteren Akteuren ein neues Netzwerk für Mütter mit postpartaler Depression gegründet (PeriFam). Gynäkologie, Geburtshilfe, Psychiatrie und Sozialarbeit arbeiten hier eng zusammen, um Anzeichen zu erkennen und Betroffene schneller an passende Hilfsangebote vor Ort zu vermitteln.
„Aber auch grundsätzlich wollen wir niedrigschwellig den Weg hin zu einem gesunden Aufwachsen begleiten. Seit einem Jahr gibt es dafür auch die sogenannten Kinder- und Familienzentren (KiFaZe), bei denen Kindertageseinrichtungen neben ihren regulären Betreuungsangeboten auch spezifische Informations- und Hilfe-Angebote für Familien vorhalten aber auch Elterntrainings, Workshops oder Infoveranstaltungen organisieren“, erklärte Drese. „Denn wer in der eigenen KiTa auf konkrete Unterstützungsmöglichkeiten hingewiesen wird, nimmt diese auch eher an“, weiß die Ministerin. Zehn solcher KiFaZe gebe es nun bereits.
Weitere Informationen zu Hilfsageboten vor Ort aber auch zu allen finanziellen Leistungen, die Familien zustehen, finden Interessierte außerdem auf der durch das Sozialministerium geförderten Seite der FamilienInfo MV unter https://www.familieninfo-mv.de/. „Übersichtlich zusammengefasst und ergänzt um Tipps im Umgang mit schwierigen Familienlagen wie Trauerfällen, Pflegebedürftigkeit oder Trennung, aber auch mit Hinweisen zu Familienaktivitäten und einem interaktiven Veranstaltungskalender finden Familien hier alles, was sie für ihren Alltag wissen müssen“, so Drese.