MV unterstützt psychische Gesundheit in der Ukraine

Projekt des Instituts für Klinische Psychologie & Psychotherapie an der Universität Greifswald schult Fachkräfte

Ministerin Bettina Martin übergab den Förderbescheid an Prof. Dr. Eva-Lotta Brakemeier im Beisein der Rektorin der Universität Greifswald Prof. Dr. Katharina Riedel. Details anzeigen
Ministerin Bettina Martin übergab den Förderbescheid an Prof. Dr. Eva-Lotta Brakemeier im Beisein der Rektorin der Universität Greifswald Prof. Dr. Katharina Riedel.
Ministerin Bettina Martin übergab den Förderbescheid an Prof. Dr. Eva-Lotta Brakemeier im Beisein der Rektorin der Universität Greifswald Prof. Dr. Katharina Riedel.
Ministerin Bettina Martin übergab den Förderbescheid an Prof. Dr. Eva-Lotta Brakemeier im Beisein der Rektorin der Universität Greifswald Prof. Dr. Katharina Riedel.
Nr.081/26  | 15.05.2026  | WKM  | Ministerium für Wissenschaft, Kultur, Bundes- und Europaangelegenheiten

Der seit mehr als vier Jahren andauernde Krieg Russlands gegen die Ukraine setzt die Menschen in der Ukraine seit Jahren auch schweren und anhaltenden psychischen Belastungen aus.
Bereits seit 2024 unterstützt das Institut für Klinische Psychologie & Psychotherapie an der Universität Greifswald unter Leitung von Prof. Dr. Eva-Lotta Brakemeier seine Fachkollegen in Mecklenburg-Vorpommerns Partnerregion Tschernihiw bei der Bewältigung der psychiatrisch-psychologischen Herausforderungen für das Gesundheitssystem in Kriegszeiten.

 

Das Projekt „Psychotherapie-Online Workshops Tschernihiw“ konzentrierte sich seit Dezember 2025 vor allem auf die Ausbildung und Supervision psychologischer und psychotherapeutischer Fachpersonen, die in „Resilienz-Zentren“ in Tschernihiw arbeiten.
Die Workshops wurden zweisprachig online zeitweise mit bis zu 92 Teilnehmenden durchgeführt und auch als Lehrmaterial aufgezeichnet.
Neben neusten Techniken zur Behandlung von Traumata und Depressionen, die in den Workshops vermittelt wurden, baute das Team auf eine enge Partnerschaft mit der Nizhyn Gogol Universität in der Partnerregion Tschernihiw und hält Kontakt zu weiteren Akteuren, welche die Ukraine in diesem Bereich unterstützen.

An die Erfolge dieses Programm soll nun angeknüpft werden:
Am 15. Mai überreichte Wissenschafts- und Europaministerin Bettina Martin den Förderbescheid für das bereits laufende Nachfolgeprojekt „Nachhaltige Stärkung der mentalen Gesundheit in Tschernihiw, Ukraine“ an Prof. Dr. Brakemeier.

Das Land fördert das Projekt in den Jahren 2026 und 2027 mit insgesamt 69.081 Euro aus den Mitteln zur Unterstützung der Ukraine. Die zuständige Fachstelle ist im Ministerium für Wissenschaft, Kultur, Bundes- und Europaangelegenheiten angesiedelt.

Ministerin Martin: „Der furchtbare Krieg in der Ukraine hat unermessliches Leid über die Menschen gebracht. Mit der Unterstützung der Psychotherapie Online-Workshops für unsere Partnerregion wollen wir Fachkräften vor Ort dabei helfen, die schweren Traumatisierungen der Menschen zu behandeln. Die Universität Greifswald engagiert sich in hohem Maße in der Ukraine-Hilfe. Sie ist ein wichtiger Partner für die Landesregierung, um unsere Regionalpartnerschaft mit Tschernihiw mit Leben zu erfüllen. Ich danke Prof. Dr. Eva-Lotta Brakemeier für ihren Einsatz und dafür, dass sie schon seit mehreren Jahren ihre Expertise und Erfahrungen mit ihren ukrainischen Kolleginnen und Kollegen teilt.“

 

Weitere Ausbildungen 2026 und 2027

 

Ein besonderer Fokus lag und liegt auf dem Therapiebereich des „Interpersonal Counselling“ (IPC).

2026 und 2027 sollen weitere 30 IPC-Beraterinnen und Berater ausgebildet und mit Vertiefungsworkshops geschult werden, sowie ukrainische IPC-Trainer, die ihr Wissen vor Ort weitergeben können.

Außerdem sind Workshops und Fortbildungen im Bereich der Interpersonellen Psychotherapie für ausgebildete Psychologinnen und Psychologen geplant.

 

Prof. Dr. Eva-Lotta Brakemeier: „Wir wollen auch die lokalen Ausbildungsstrukturen stärken und bauen dafür auf unsere guten Verbindungen zur Nizhyn Gogol-Universität.
Gleichzeitig wollen wir unseren Forschungsauftrag erfüllen: Wir werden auch untersuchen, wie erfolgreich die von uns vermittelten Therapieansätze sind – auch das in Zusammenarbeit mit unseren ukrainischen Partnerinnen und Partnern“.

 

 

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Bildunterschrift:
Ministerin Bettina Martin übergab den Förderbescheid an Prof. Dr. Eva-Lotta Brakemeier im Beisein der Rektorin der Universität Greifswald Prof. Dr. Katharina Riedel.