Ministerin Martin besucht Klinikum Karlsburg
Die Unimedizin Greifswald und das Herz- und Diabeteszentrum Karlsburg wachsen erfolgreich zusammen.
Wissenschaftsministerin Bettina Martin macht sich bei ihrem Besuch in Karlsburg am 13. Mai selbst ein Bild. Vor Ort wurde deutlich: Das Klinikum wird nicht nur als Standort gesichert, sondern weiter ausgebaut.
„Das Zusammengehen der beiden Kliniken ist eine echte Win-Win-Situation, von der alle Seiten profitieren - vor allem die Patientinnen und Patienten in der Region Vorpommern. Denn unser gemeinsames Ziel ist es, im Gesundheitsland Mecklenburg-Vorpommern, den Bürgerinnen und Bürgern die bestmögliche Versorgung zu ermöglichen“, sagt Wissenschaftsministerin Bettina Martin nach ihrem Besuch des Klinikums Karlsburg, wo sie sich vom Ärztlichen Direktor, Prof. Dr. Wolfgang Motz und dem stellvertretenden Ärztlichen Vorstand der Universitätsmedizin Greifswald, Prof. Dr. Klaus Hahnenkamp, die Bereiche der Diabetologie sowie der Herzchirurgie zeigen ließ und mit Ärztinnen und Ärzten sowie Pflegenden ins Gespräch kam.
Vor Ort konnte sich die Wissenschaftsministerin davon überzeugen, dass bereits jetzt aus dem einstigen „Versorgungshaus“, wie es der Ärztliche Direktor Prof. Wolfgang Motz nannte, ein „Krankenhaus mit wissenschaftlicher Forschung wird“, etwa im Bereich der Diabetologie. Die Erfahrungen fließen in neueste Studien ein und tragen so zur Verbesserung von Krankheitserkennung und Behandlungsmöglichkeiten bei. Bettina Martin ist die erste Wissenschaftsministerin in der Geschichte des Klinikums Karlsburg, die das Haus besuchte.
„Wir haben die Fusionspläne der Universitätsmedizin Greifswald und des Klinikums Karlsburg von Beginn an begrüßt“, erinnerte Ministerin Martin im Gespräch. „Angesichts der Gesundheitsreform auf Bundesebene ist dies ein sehr guter Weg, um beide Standorte zu sichern.“ Beispielsweise seien so die neuen Bestimmungen zu interdisziplinären Teams bei vielen Arten von Operationen wesentlich besser umzusetzen. Doch dass schon fünf Monate nach dem Kauf des Klinikums von der Dr. Guth-Gruppe „deutlich zu erkennen ist, dass Karlsburg gestärkt wird, dass bereits Aufgaben von Greifswald hierher verlagert wurden und in modernste Technik investiert wird und dass bereits jetzt gemischte Teams vor Ort arbeiten, das ist wirklich beeindruckend.“
„Wir wollen am Ende mehr haben als nur die Summe der beiden Häuser“, sagt Hahnenkamp entschieden. Die vollständige Fusion ist für Anfang 2027 verabredet und Hahnenkamp versicherte während des Besuchs der Ministerin: „Wir wollen miteinander besser und größer werden.“ Im Bereich der Diabetologie habe das bereits funktioniert, berichtete Prof. Wolfgang Motz: „Wir sind mittlerweile die zweitgrößte diabetologische Spezialklinik Deutschlands.“ Schon bald werde man zudem das größte Herzzentrum in Norddeutschland sein, fügte Motz hinzu.
Wissenschaftsministerin Martin: „Von dem Zusammenschluss profitieren die Menschen in der Region und selbstverständlich auch die über 5.000 Mitarbeitenden an beiden Standorten.“ Von ihren Kolleginnen und Kollegen in den anderen Bundesländern wisse sie: „Viele Akteure der deutschen Gesundheitswirtschaft schauen angesichts der großen Umbrüche im deutschen Gesundheitssystem nach MV und beobachten beeindruckt, was hier gemeinsam gelingt. “