Seit 20 Jahren für das kulturelle Erbe des Landes im Einsatz
Landesamt für Kultur und Denkmalpflege feierte Jubiläum im Schweriner Dom
20 Jahre Landesamt für Kultur und Denkmalpflege – das war der Anlass für eine Feierstunde und ein Konzert am Sonntag im Schweriner Dom. Kulturministerin Bettina Martin wies bei ihrem Grußwort auf die große Bedeutung des Landesamtes für das kulturelle Erbe Mecklenburg-Vorpommerns hin.
„Kulturelles Erbe ist kein Luxusgut – es ist eine tragende Säule unserer Gesellschaft. Es stiftet Orientierung, schafft Zusammenhalt und eröffnet Perspektiven. Für die Bildung, Wissenschaft, Tourismus und für die regionale Entwicklung“, so Ministerin Martin. „Seit nunmehr zwei Jahrzehnten leistet das Landesamt für Kultur und Denkmalpflege hierzu einen unverzichtbaren Beitrag mit hoher fachlicher Kompetenz, großem Engagement und interdisziplinärer Expertise. Ich danke allen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern des Landesamtes für ihren Einsatz, ihre Fachkompetenz und ihre Leidenschaft für das kulturelle Erbe unseres Landes. Sie leisten einen Dienst von unschätzbarem Wert für Mecklenburg-Vorpommern.“
Das Landesamt für Kultur und Denkmalpflege (LAKD) sorgt dafür, dass die eigene Geschichte nicht in Vergessenheit gerät und die regionale Eigenart bewahrt bleibt. In ganz unterschiedlichen Bereichen ist das LAKD miteinbezogen. Dazu gehören historische Fachwerkhäuser in den Altstädten ebenso wie Dorfkirchen, Gutshäuser, Kirchen oder Schlösser. Das LAKD berät Eigentümerinnen und Eigentümer, begleitet Sanierungen und trägt dazu bei, dass bedeutende Bauwerke für kommende Generationen erhalten bleiben. Auch die Spuren vergangener Jahrhunderte im Boden werden geschützt. Die Landesarchäologie dokumentiert und erforscht archäologische Funde im ganzen Land und sorgt dafür, dass wichtige Bodendenkmäler nicht durch Bauvorhaben verloren gehen. Unterstützt wird sie dabei von mehr als 350 ehrenamtlichen Bodendenkmalpflegerinnen und -pflegern.
Gleichzeitig bewahrt das Landesarchiv historische Dokumente und kulturelle Zeugnisse Mecklenburg-Vorpommerns – von alten Urkunden und Handschriften bis hin zu wertvollen historischen Quellen. Die Landesbibliothek sammelt Bücher und Publikationen aus und über das Land, unterstützt die Bibliotheken in Mecklenburg-Vorpommern und betreut zudem eine bedeutende Musiksammlung mit originalen Noten und Partituren.
Mit rund 100 Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern aus den Bereichen Denkmalpflege, Archäologie, Archiv und Bibliothek arbeitet das LAKD täglich daran, dass das kulturelle Erbe im Alltag erlebbar bleibt. Ob bei der Beratung bei Restaurierungen, der Begleitung von Bauprojekten, der Sicherung von Fundstellen oder der fachlichen Beratung der Kommunen.
In ihrem Festvortrag würdigte die Direktorin des LAKD, Dr. Ramona Dornbusch, die Entwicklung des LAKD in den vergangenen zwei Jahrzehnten und betonte die Bedeutung der gemeinsamen fachlichen Verantwortung für das kulturelle Erbe des Landes. Der Rückblick auf zwanzig Jahre Entwicklung sei zugleich Anlass, den Blick nach vorn zu richten – auf die Herausforderungen und Aufgaben, die auch künftig mit der Bewahrung, Erforschung und Vermittlung von Kultur und Geschichte verbunden sind. „20 Jahre LAKD stehen für Wandel und Verantwortung: Wir bewahren kulturelles Erbe nicht nur, wir erschließen, vermitteln und vernetzen es – zwischen Vergangenheit und Zukunft. Gerade angesichts wachsender Herausforderungen wird eines immer wichtiger: Kulturelles Erbe muss nicht nur bewahrt, sondern verstanden werden. Denn nur was verstanden wird, wird auch als schützenswert erkannt.“
Höhepunkt der Veranstaltung war das Jubiläumskonzert mit historischen Noten aus Beständen des LAKD. Dabei spielte Thomas Fritzsch auf der herzoglichen Gambe aus der Musiksammlung der Landesbibliothek. Er machte so mit seinem Ensemble Musikgeschichte des Landes unmittelbar hörbar und zeigte eindrucksvoll, wie aus bewahrtem Kulturgut lebendige musikalische Praxis wird.
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Thomas Fritzsch auf der herzoglichen Gambe aus der Musiksammlung der Landesbibliothek; Foto: Christian Moeller/WKM
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Ministerin Martin bei der Jubiläumsfeier des LAKD; Foto: Christian Moeller/WKM