Landkreis Rostock: Minister eröffnet neuen Radweg
Dr. Wolfgang Blank: „Wir investieren in sichere und attraktive Radwege – gerade im ländlichen Raum.“
Mit der heutigen feierlichen Eröffnung und Verkehrsfreigabe des neuen Radweges von der B 110 nach Thulendorf ist im Landkreis Rostock eine weitere wichtige Verbindung für den Alltags- und Freizeitradverkehr entstanden. Dr. Wolfgang Blank, Minister für Wirtschaft, Infrastruktur, Tourismus und Arbeit, hat den neuen Abschnitt gemeinsam mit Vertreterinnen und Vertretern des Landkreises und der Gemeinde offiziell freigegeben.
„Mit dem heutigen Tag schaffen wir die Voraussetzungen für mehr sichere und attraktive Mobilität mit dem Fahrrad. Gerade Kinder brauchen sichere Wege zur Schule. Gleichzeitig erleichtert der neue Radweg vielen Menschen in Thulendorf den Weg zum Bahnhof, zur Amtsverwaltung in Broderstorf oder nach Rostock“, sagte Minister Dr. Blank.
Der neue Radweg verläuft straßenbegleitend entlang der Kreisstraße LRO 120 und verbindet auf einer Länge von rund 1,6 Kilometern die Bundesstraße B 110 mit dem Ort Thulendorf. Entlang der B 110 besteht bereits ein straßenbegleitender Radweg zwischen Rostock und Sanitz. Der neu errichtete Abschnitt hat eine Breite von 2,5 Metern und schließt in Thulendorf an den bestehenden Weg an. Insbesondere verbessert der neue Radweg die sichere Erreichbarkeit der „Grundschule an der Carbäk“ für Schülerinnen und Schüler aus Thulendorf. Darüber hinaus stärkt die Verbindung die Mobilität im ländlichen Raum insgesamt.
Die Gesamtkosten des Vorhabens belaufen sich auf rund 1,5 Millionen Euro. Das Wirtschaftsministerium unterstützt den Landkreis Rostock als Baulastträger mit einem Zuschuss in Höhe von rund 900.000 Euro. Die Finanzierung erfolgt aus Bundesmitteln des Sonderprogramms „Stadt und Land“.
Die aktuellen Ergebnisse der Studie „Mobilität in Deutschland 2023“ zeigen, dass der Radverkehr in Mecklenburg-Vorpommern bereits einen Anteil von 14 Prozent an allen zurückgelegten Wegen erreicht hat und damit über dem Bundesdurchschnitt von 11 Prozent liegt. Der Radverkehr spielt auch wirtschaftlich eine zunehmend wichtige Rolle. Nach der „Radverkehrsuntersuchung Mecklenburg-Vorpommern 2020–2022“ beträgt der jährliche Bruttoumsatz des Radtourismus im weiteren Sinne im Land rund 1,26 Milliarden Euro. „Mit jedem zusätzlichen Radweg stärken wir deshalb auch den Tourismusstandort Mecklenburg-Vorpommern“, betonte Minister Dr. Blank.
Mecklenburg-Vorpommern verfügt derzeit über rund 2.000 Kilometer straßenbegleitende Radwege an Bundes- und Landesstraßen. Rund 52 Prozent der Bundesstraßen sowie rund 32 Prozent der Landesstraßen im Land sind bereits mit straßenbegleitenden Radwegen ausgestattet und liegen damit deutlich über dem Bundesdurchschnitt.
Im Zeitraum 2015 bis 2025 wurden mehr als 105 Millionen Euro in den Ausbau der Radwege an Bundesstraßen sowie mehr als 86 Millionen Euro in den Ausbau an Landesstraßen investiert. Zusätzlich wurden allein in den Jahren 2024 und 2025 mehr als 52,5 Millionen Euro Fördermittel für den Neubau und die Erhaltung kommunaler Radwege bereitgestellt.