Energieministerkonferenz 2026

Minister Dr. Blank: „M-V steht für einen Ausbau der Erneuerbaren – Hand in Hand mit den Menschen“

Nr.56/2026  | 21.05.2026  | WM  | Ministerium für Wirtschaft, Infrastruktur, Tourismus und Arbeit

Zum Auftakt der Energieministerkonferenz (ENMK) auf Norderney hat Mecklenburg-Vorpommerns Minister für Wirtschaft, Infrastruktur, Tourismus und Arbeit, Dr. Wolfgang Blank, die energiepolitischen Schwerpunkte des Landes bekräftigt. Mecklenburg-Vorpommern setzt auf einen klug ausgesteuerten Ausbau der erneuerbaren Energien, mehr Wertschöpfung vor Ort, und eine hohe Resilienz und Sicherheit der Energieversorgung.

Mecklenburg-Vorpommern schlägt „Resilienzcluster“ vor – Unterstützung durch E.DIS und WEMAG

Mecklenburg-Vorpommern setzt sich im Rahmen der ENMK für mehr Resilienz und Versorgungssicherheit ein. „Die Energieversorgung muss auch in Krisenlagen verlässlich funktionieren. Deshalb setzen wir uns für den Aufbau sogenannter Resilienzcluster ein. Sie sollen dazu beitragen, die Versorgung der Bevölkerung und der Wirtschaft mit Energie auch in Ausnahmesituationen sicherzustellen“, so Blank weiter.

Innerhalb dieser Resilienzcluster sollen Netzersatzanlagen, wichtiges Material für Reparaturen sowie geschulte Einsatzteams zentral gebündelt werden: „Statt, dass jeder Netzbetreiber individuelle Redundanzen schafft, werden die Kapazitäten effizient in Clustern gebündelt. Ich freue mich über die klare Unterstützung unserer Idee von E.DIS und WEMAG, die Energieversorgung mit Resilienzclustern abzusichern.“

Patrick Wittenberg, Vorstandsvorsitzender der E.DIS AG, erklärt dazu: „Das Thema Resilienz ist uns sehr wichtig. Schon heute gehört gegenseitige, freiwillige Hilfe zur gelebten Praxis unter den Netzbetreibern. Die E.DIS befürwortet, Fachwissen, Ressourcen und Handlungsfähigkeit verschiedener Akteure noch stärker zusammen zu denken. Am Ende gilt es, die Resilienz des gesamten Energiesystems möglichst effizient zu stärken.“

Thomas Murche, Vorstandsmitglied WEMAG: „Die sichere Energieversorgung für Wirtschaft und Bevölkerung hat für uns oberste Priorität. Den Vorschlag aus Mecklenburg-Vorpommern zur Stärkung der Resilienz unterstützen wir ausdrücklich – insbesondere den Ansatz gemeinsamer Resilienzcluster, die Ressourcen bündeln und im Krisenfall schnelle Hilfe ermöglichen. Die WEMAG kann sich gut vorstellen, als Modellregion einen aktiven Beitrag zu leisten und praktische Erfahrungen in den weiteren Ausbau solcher Strukturen einzubringen.“ 

M-V setzt sich zudem dafür ein, dass die Standorte Rostock und Lubmin bei der Kraftwerkstrategie des Bundes gesetzt werden. Diese Standorte sind aufgrund der bestehenden Infrastruktur, ihrer Netzanbindung sowie ihrer Perspektive im Wasserstoffsystem in besonderer Weise geeignet. Der Nordosten muss ausreichend berücksichtigt werden, um die Versorgungssicherheit jederzeit zu gewährleisten.

„Mecklenburg-Vorpommern steht für ein Zusammenspiel der Stromnetze und des erneuerbaren Energieausbaus. Wir setzen auf mehr regionale Wertschöpfung und auf hohe Akzeptanz der Bürgerinnen und Bürger“, sagte Blank zum Start der Konferenz.

Rechenzentren und andere große Stromverbraucher sollen entstehen, wo es strategisch sinnvoll ist

Mit Blick auf die weitere wirtschaftliche Entwicklung des Landes verwies Minister Dr. Blank auf die besonderen Standortvorteile Mecklenburg-Vorpommerns: „Mit viel erneuerbarem Strom und einer geografisch günstigen Lage im Ostseeraum bietet Mecklenburg-Vorpommern hervorragende Voraussetzungen für die Ansiedlung stromintensiver Unternehmen – etwa von Rechenzentren. Solche Ansiedlungen sollen dort entstehen, wo sie strategisch sinnvoll sind. Wie Batteriespeicher und andere große Stromverbraucher können auch Rechenzentren einen Beitrag zu einem flexibleren und effizienteren Energiesystem leisten. Dazu gehört, dass die erzeugte Abwärme gezielt in Wärmenetze oder industrielle Anwendungen vor Ort fließt.“ Wichtig für Mecklenburg-Vorpommern ist außerdem, dass die Länder ausreichend „Beinfreiheit behalten“, um Neuansiedlungen strategisch zu steuern und regionale Potenziale nutzen zu können.