Schwesig: Schloss Ludwigslust erstrahlt in neuem Glanz
Nach der Sanierung des Westflügels und der Festsäle sowie der Neugestaltung der Ausstellung öffnet Schloss Ludwigslust mit einem großen Bürgerfest heute wieder seine Türen für Besucherinnen und Besucher aus Nah und Fern. Am gesamten Eröffnungswochenende ist der Eintritt ins Schloss frei.
„Ganz Ludwigslust und viele Menschen aus der Umgebung haben lange auf diesen Tag gewartet. Wir feiern die Wiedereröffnung des Westflügels und des Goldenen Saals. Schloss Ludwigslust erstrahlt in neuem Glanz“, sagte die Ministerpräsidentin. Anders als in früheren Zeiten würden Schlösser heute nicht nur dem Adel, sondern allen Bürgerinnen und Bürgern offenstehen. „Es ist wirklich wunderschön geworden. Alle Ludwigslusterinnen und Ludwigsluster können auf ihr Schloss stolz sein.“ Das Land habe seit 1992 rund 49 Millionen Euro in die Sanierung des Schlosses investiert. „Es ist wichtig, dass wir unser kulturelles Erbe bewahren. Ich danke allen, die an der Sanierung und Neugestaltung beteiligt waren. Herzlichen Dank für Ihre Arbeit“
Mit der Eröffnung des Westflügels präsentiert sich das Schloss erstmals als vollständig erlebbares Gesamtkunstwerk. Auf drei Etagen mit 25 Räumen und 1.000 qm Ausstellungsfläche ist durch das Land Mecklenburg-Vorpommern eine neue Dauerausstellung entstanden, die die höfische Welt des 18. und 19. Jahrhunderts eindrucksvoll lebendig werden lässt. Die elegante Ausstattung und Einrichtung zeugen vom damaligen Zeitgeist und von den Vorlieben der Herzoginnen Luise Friederike, Louise, Großfürstin Helena Paulowna und Prinzessin Alexandrine.
„Im Westflügel wird die bislang kaum erzählte Welt der Frauen am Hof sichtbar. Der Westflügel war damals der Damenflügel – hier wohnte die Herzogin. Dass die Besucherinnen und Besucher nun in diese prachtvollen und facettenreichen Lebenswelten eintauchen können, ist einer echten Teamleistung zu verdanken. Handwerk, Wissenschaft und Ausstellungsgestaltung haben dieses außergewöhnliche Projekt im Zusammenspiel ermöglicht“, sagte Dr. Pirko Kristin Zinnow, Direktorin der Staatlichen Schlösser, Gärten und Kunstsammlungen Mecklenburg-Vorpommern. „Die neue Ausstellung fußt auf jahrelanger Forschung und akribischer Detektivarbeit. So erzählt Schloss Ludwigslust ein Stück europäische Kulturgeschichte.“
Zu den besonderen Highlights der Ausstellung zählen beispielsweise das Schlafzimmer der Prinzessin Alexandrine mit dem originalen Prunkbett und das goldene Kaffee- und Teeservice der Großfürstin Helena Paulowna, das „Petit Déjeuner“ aus dem Brautschatz der russischen Zarentochter sowie der sogenannte Schinkel-Tisch.. Dazu lassen historische Kronleuchter und Seidentapeten die Räume erstrahlen. Viele der Ausstattungen konnten auf Grundlage historischer Vorlagen detailgetreu rekonstruiert werden. Interaktive Medienstationen und ein neuer digitaler Mediaguide verbinden historische Pracht mit zeitgemäßer Wissensvermittlung und eröffnen neue Zugänge zur Schlossgeschichte.