„In den Frauenschutzhäusern wird sich die Lage weiter verbessern.“

Gleichstellungsministerin Bernhardt und die Landesbeauftragte für Frauen und Gleichstellung Tannhäuser begrüßen eine Aktion der LAG.

Nr.50/26  | 01.06.2026  | JM  | Ministerium für Justiz, Gleichstellung und Verbraucherschutz

„Wir haben alles in die Wege geleitet, damit sich die Situation für die Frauenschutzhäuser in Mecklenburg-Vorpommern weiter verbessert. Ich danke der Landesarbeitsgemeinschaft der Frauenhäuser dafür, dass sie heute mit ihrer Aktion vor dem Landtag noch einmal deutlich machen, wie wichtig und richtig unser Kurs ist. Maßgeblich hat sich Mecklenburg-Vorpommern für das bundesweit geltende Gewalthilfegesetz eingesetzt. In der Folge gibt der Bund im nächsten Jahr mehr als zwei Millionen Euro nach Mecklenburg-Vorpommern. Die Beteiligung steigert sich jährlich auf bis zu 5,6 Mio. Euro ab 2030. Dazu kommen fünf Millionen Euro aus dem Sondervermögen des Bundes für den barrierearmen Ausbau der Frauenschutzhäuser. Es wird spürbare Verbesserungen für Betroffene und Mitarbeiterinnen geben. Auch die Hilfsangebote für von Gewalt betroffenen Frauen mit ihren Kindern werden optimiert werden können. Wir planen ein erweitertes Angebot an Plätzen und Betreuung“, sagt die Ministerin für Justiz, Gleichstellung und Verbraucherschutz Jacqueline Bernhardt anlässlich der Aktion der Landesarbeitsgemeinschaft der Frauenhäuser Mecklenburg-Vorpommern.

Die Landesbeauftragte für Frauen und Gleichstellung der Landesregierung Monique Tannhäuser: „Die Forderung, in allen Frauenhäusern im Land eine Kinder- und Jugendfachkraft vorzuhalten, ist fachlich nachvollziehbar. Kinder sind von häuslicher Gewalt immer mitbetroffen und ihnen soll die notwendige Unterstützung angeboten werden. Beim vorgesehenen Ausbau des Beratungs- und Hilfenetzes werden wir auch diesen Aspekt im Blick behalten und Personalbedarfe ebenso wie Synergien mit den Angeboten der Kinder- und Jugendhilfe in Abstimmung mit den Trägern und Kommunen prüfen. In Fällen der Krisenbewältigung, insbesondere nach einem Polizeieinsatz bei häuslicher Gewalt, fördert das Land bereits jetzt in allen fünf Interventionsstellen jeweils eine Kinder- und Jugendberatung.“

Mecklenburg-Vorpommern sichert zusammen mit den Kommunen neun Frauenschutzhäuser mit 153 Plätzen ab. Im Jahr 2025 bekamen hier 228 Frauen mit insgesamt 256 Kindern Hilfe.