Schwesig: Wir sorgen für gute Kitas und Beschäftigungssicherheit

Nr.129/2026  | 03.06.2026  | MPin  | Ministerpräsidentin

Ministerpräsidentin Manuela Schwesig hat heute im Landtag den in der vergangenen Woche verabredeten Zukunftsplan Kita vorgestellt. „In einer ersten Stufe wird das Fachkraft-Kind-Verhältnis in der Krippe zum 1. Januar 2027 von 1 zu 6 auf 1 zu 5 abgesenkt. Ab August 2027 sinkt dann das Fachkraft-Kind-Verhältnis im Hort auf 1 zu 21.“ Diese Änderungen sollen bereits im Juli im Landtag beschlossen werden. „In einem nächsten Schritt wollen wir in der kommenden Wahlperiode das Fachkraft-Kind-Verhältnis weiter senken: auf 1:13 im Kindergarten ab 2028 und auf 1:20 im Hort ab 2029. Das ist der Zukunftsplan Mecklenburg-Vorpommern. Damit sorgen wir dafür, dass die Erzieherinnen und Erzieher mehr Zeit für die Kinder in ihrer Gruppe haben. Und wir sichern zugleich die Beschäftigung der Erzieherinnen und Erzieher, die jeden Tag aufs Neue hervorragende Arbeit leisten“, erläuterte die Ministerpräsidentin.

Zudem sollen auf Ebene der Kreise und kreisfreien Städte Runde Tische entstehen, um die künftige Kita-Planung besser zu steuern. Ziel sei es, Beschäftigungsperspektiven für die Erzieherinnen und Erzieher zu sichern.

„Die Kitas sind seit vielen Jahren Schwerpunkt der Landesregierung. Wir haben viele Maßnahmen ergriffen, um die Qualität der Kitas zu verbessern“, sagte Schwesig. Es gebe in Mecklenburg-Vorpommern ein ausreichendes Angebot an Kita-Plätzen. In den Kitas würden gut ausgebildete Fachkräfte arbeiten. Die Gruppen seien schrittweise verkleinert worden. In dieser Wahlperiode sei der Betreuungsschlüssel im Kindergarten auf 1:14 verbessert worden. Das Land sei eingesprungen, als der Bund die Sprachförderung gekürzt habe. Der Rechtsanspruch auf Ganztagsbetreuung werde in Mecklenburg-Vorpommern bereits umgesetzt, mit einem höheren Stundenumfang als bundesgesetzlich vorgegeben. Und nach Einführung der beitragsfreien Kita 2020 sei nun auch der Ferienhort beitragsfrei. „Auch das ist ein Qualitätsmerkmal. Wir entlasten damit die Eltern pro Kind um 300 bis 500 Euro im Monat“, betonte Schwesig.

Die Ministerpräsidentin dankte Bildungsministerin Simone Oldenburg, den Kommunen, den Kita-Trägern, den Gewerkschaften, dem Landeselternrat sowie den Trägern des Volksbegehrens für die erzielte Einigung. „Wir haben alle Beteiligten an einen Tisch geholt. Wir hatten intensive und gute Gespräche. Und dann haben wir eine gemeinsame Lösung gefunden. Denn wir alle wollen eine gute Kinderbetreuung und gute Perspektiven für die Erzieherinnen und Erzieher.“