Schwesig: „Pütter“ zu sein, ist etwas Besonderes
Die Stadt Parchim kann auf eine lange Tradition blicken, die auf das Jahr 1226 zurückgeht, als ihr das Stadtrecht verliehen wurde. „Ich gratuliere im Namen der Landesregierung zu 800 Jahren Stadt Parchim. Bei jedem Besuch habe ich den Eindruck, dass diese Stadt von einem starken Heimatgefühl und Heimatstolz geprägt ist. „Pütter“ zu sein, ist etwas Besonderes“, sagte Ministerpräsidentin Manuela Schwesig bei ihrer Festrede. Sie griff dabei den liebevollen plattdeutschen Namen „Pütt“ für Pfütze auf, der auf den Parchimer Wockersee abzielt und in der Region weit verbreitet ist.
Die Ministerpräsidentin würdigte die Entwicklung der Stadt Parchim seit der deutschen Einheit: „Unser Land hat sich enorm entwickelt: wirtschaftlich, touristisch, kulturell. Dafür steht auch die Traditionsstadt Parchim.“ Die Altstadt habe durch großflächige Sanierung Flair bekommen, der Einheimischen guttut und Gäste anzieht. Beispielhaft verwies sie auf die Umgestaltung der östlichen Altstadt und des Wassergangs, die durch Landesmittel ermöglicht wurde. Weitere Bauprojekte seien geplant. „Vier Erschließungs- und Vorbereitungsmaßnahmen wollen wir in diesem Jahr in die Städtebauförderung aufnehmen, darunter die Erneuerung der Mühlenstraße und des Fischerdamms“, so Schwesig. Die Stadt investiere ebenfalls in ihre Entwicklung, wie bei der Erneuerung des Brunnens auf dem Schuhmarkt. Die liebevolle Gestaltung vieler Gebäude zeige außerdem, wie die Bürgerinnen und Bürger ihre Stadt und ihre Häuser mögen und wertschätzen. Sie erinnerte auch an den Erhalt der Mühle: „Sie ist heute als Kulturmühle ein neuer Mittelpunkt des gesellschaftlichen Lebens in Parchim: barrierefrei und generationenübergreifend. Die Stadt, der Landkreis und das Land haben dabei an einem Strang gezogen und den Bau gemeinsam gefördert.“
„800 Jahre Parchim bringt Menschen zusammen. Ganz viele bringen sich ein. Ich will mich bei allen Ehrenamtlichen, bei allen Engagierten in Parchim ganz herzlich für ihren Einsatz bedanken. Für dieses Jubiläum ebenso wie im normalen Alltag. Bewahren Sie sich diesen Zusammenhalt!“, betonte die Regierungschefin.