Schwesig: Weitere Fahrzeuge und Gerätehäuser für die Feuerwehren
„Mecklenburg-Vorpommern ist es über mehrere Wahlperioden hinweg gelungen, den Brand- und Katastrophenschutz im Land moderner und professioneller aufzustellen. Und wir haben das Ehrenamt in diesem wichtigen Bereich gestärkt“, bilanzierte Ministerpräsidentin Manuela Schwesig heute in der Landtagsdebatte über den Brand- und Katastrophenschutz in Mecklenburg-Vorpommern.
Eine wichtige Erfahrung und ein Warnzeichen sei der große Waldbrand bei Lübtheen im Sommer 2019 gewesen. „Wer damals dabei war und gesehen hat, wie die Kameradinnen und Kameraden der Feuerwehr, des Katastrophenschutzes, des Technischen Hilfswerks, der Polizei und der Bundeswehr bis zur völligen Erschöpfung gegen diesen Brand angekämpft haben, wird das nie vergessen“, sagte Schwesig. Unmittelbare Konsequenz sei das 50-Millionen-Programm für Feuerwehrfahrzeuge, mit dem die Ausstattung der Feuerwehren landesweit verbessert worden sei. „Insgesamt konnten unsere Kommunen damit 310 neue Fahrzeuge für die Feuerwehren beschaffen. Dazu kommen weitere 174 Feuerwehrfahrzeuge im Wert von knapp 31 Millionen Euro aus Sonderbedarfszuweisungen im Brandschutz. Und schon im September 2019 haben wir zwei fabrikneue Löschfahrzeuge beschafft, die besonders zur Waldbrandbekämpfung ausgestattet sind.“ Derzeit laufe ein zweites Feuerwehrprogramm, mit dem Gerätehäuser modernisiert und neu gebaut werden. In 58 Gemeinden sollen standardisierte Mustergerätehäuser gebaut werden. In 32 weiteren Gemeinden werden alte Gerätehäuser saniert oder neue gebaut.
Damit soll es weitergehen. „Wir haben entschieden, dass die Feuerwehren in diesem Jahr noch einmal 12,85 Millionen Euro für 36 neue Fahrzeuge und 6,63 Millionen für neun weitere Gerätehäuser bekommen, alles aus Sonderbedarfszuweisungen“, kündigte Schwesig an. So erhalten beispielsweise Perlin im Landkreis Nordwestmecklenburg und Walkendorf im Landkreis Rostock moderne Feuerwehrgerätehäuser. Die Feuerwehr Grambin im Landkreis Vorpommern-Greifswald bekommt ein neues Löschgruppenfahrzeug. Außerdem werde die Landesregierung 50 Millionen Euro in die Sanierung der Landesbrandschule in Malchow investieren.
Auch der Katastrophenschutz habe in den vergangenen Jahren an Aufmerksamkeit gewonnen. „Sirenen, Ausstattung des Katastrophenschutzlagers, zentrale Beschaffungen: Wir haben einige Millionen Euro in den Katastrophenschutz investiert und auch Fördermittel des Bundes genutzt“, erklärte die Ministerpräsidentin.
Brand- und Katastrophenschutz würden gleichermaßen stark durch das Ehrenamt getragen. „Blaulicht-Ehrenamt ist ein besonderes Ehrenamt. Es ist wie alle Ehrenämter freiwillig. Gleichzeitig können wir auf dieses Ehrenamt nicht verzichten. Nicht einmal zeitweise. Ehrenamt in der Freiwilligen Feuerwehr und im Katastrophenschutz ist unabdingbar für unsere Sicherheit“, sagte Schwesig. Die Landesregierung habe deshalb in dieser Wahlperiode ein Katastrophenschutz-Ehrenzeichen neu eingeführt und das Feuerwehr-Ehrenzeichen ausgeweitet. „Ganz herzlichen Dank an alle Feuerwehrleute und alle Engagierten im Katastrophenschutz für Ihren großen Einsatz!“