Gedenkstättenarbeit bleibt wichtiger Teil der Erinnerungskultur

Gemeinsame Expertentagung von Mecklenburg-Vorpommern und Schleswig-Holstein

Nr.114/26  | 05.06.2026  | WKM  | Ministerium für Wissenschaft, Kultur, Bundes- und Europaangelegenheiten

Unter dem Titel „Erinnerungskultur unter den Bedingungen der »ZEITENWENDE«. Lokale, militär- und kolonialgeschichtliche Herausforderungen“ diskutierten dabei Fachleute, wie die Gedenkstättenarbeit unter den aktuellen politischen Vorgaben gestaltet werden können.

Populismus, Geschichtsrevisionismus, Antisemitismus und Fremdenfeindlichkeit stellen auch für die Erinnerungskultur und damit für die Gedenkstättenarbeit eine Bedrohung dar.

„Die Gedenkstättenarbeit bleibt ein wichtiger Teil der Erinnerungskultur. Wir erleben europaweit und auch in Deutschland schon länger einen zunehmenden Druck auf demokratische Werte: durch Rechtsextremismus, Antisemitismus, Rassismus und die gezielte Verbreitung von Desinformation“, sagte die Staatssekretärin im Ministerium für Wissenschaft, Kultur, Bundes- und Europaangelegenheiten, Susanne Bowen, bei der Tagung. „Die Erinnerungsorte herausgefordert, mit sich ständig entwickelnden demokratiefeindlichen, relativierenden Angriffen und Äußerungen umzugehen. Für Mecklenburg-Vorpommern sind all diese Debatten von großer Bedeutung. Unser Bundesland ist geprägt von zwei aufeinanderfolgenden Diktaturen, von Gewalt- und Kriegserfahrungen und nicht zuletzt von gesellschaftlichen Umbrüchen.“

Die gemeinsame Gedenkstättentagung der beiden Bundesländer findet regelmäßig alle zwei Jahre statt, abwechselnd in Schleswig-Holstein und Mecklenburg-Vorpommern. In diesem Jahr findet die Tagung in Kiel statt. Sie wird gemeinsam von der Landeszentrale für politische Bildung, der Evangelischen Akademie der Nordkirche, dem Verein Politische Memoriale MV e.V. und der Heinrich-Böll-Stiftung veranstaltet und dauert noch bis Sonntag, den 7. Juni.